Sozial-Ministeriums-Service bietet zusätzliche Unterstützung für pflegende Angehörige

In Österreich werden etwa 80% der pflegebedürftigen Menschen von ihren Angehörigen daheim gepflegt, größtenteils von Frauen. Finanzielle Hilfe zusätzlich zum Pflegegeld bekommt man vom Sozial-Ministeriums-Service, dem früheren Bundessozialamt.

„Die häusliche Pflege der Angehörigen ist somit neben der professionellen Betreuung und Pflege eine wichtige Säule bei der umfassenden Betreuung von pflegebedürftigen Familienmitgliedern“, weiß die SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung, Ulrike Königsberger-Ludwig, um die Bedeutung der Leistung von pflegenden Angehörigen und verweist auch auf die Bedeutung des Pflegegeldes: „Damit soll sichergestellt werden, dass pflegebedürftige Menschen bestmöglich betreut werden“.

Darüber hinaus gibt es auch Sonderunterstützungen. „Wenn jemand zumindest schon ein Jahr pflegt, kann man zusätzlich um die sogenannte ‚Zuwendungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger‘ beim Sozial-Ministeriums-Service ansuchen und erhält eine Kostenbeteiligung für Ersatzpflege“, weist  die Nationalratsabgeordnete auf diese Sonderleistungen hin. Diese kann man beim Sozial-Ministerium-Service beantragen und sie wird im Krankheitsfall oder wenn die pflegenden Angehörigen Urlaub machen möchten für die finanzielle Unterstützung einer privaten oder professionellen Ersatzpflege gewährt.

Bei demenzkranken Angehörigen greift die Zuwendung schon bei Pflegegeldstufe 1, ebenso bei minderjährigen nahen Angehörigen, sonst ist die Voraussetzung die Pflegestufe 3-7 nach dem Bundespflegegeldgesetz. „Es ist wichtig, dass die pflegenden Angehörigen auch selbst auf ihre Gesundheit achten und diese Leistung in Anspruch nehmen“, ist Ulrike Königsberger-Ludwig überzeugt.

Nähere Informationen unter: Sozialministerium – Pflegende Angehörige