Doris Bures neue Nationalratspräsidentin

Mit einer großen Mehrheit von 78 Prozent wurde Doris Bures zur neuen Nationalratspräsidentin als Nachfolgerin der verstorbenen Barbara Prammer gewählt. Bures will allen Abgeordneten eine „gute, faire und überparteiliche Präsidentin sein“.

Bures erinnerte sich an ihre Anfänge im Parlament vor 24 Jahren. Schon damals hatdas Parlament auf sie große Faszination ausgeübt und sie sei stets stolz gewesen, Abgeordnete zu sein. Bures' Wunsch ist nun ein lebendiges, arbeitendes Parlament, auf das alle ÖsterreicheInnen stolz sein können. Es brauche leidenschaftliche Auseinandersetzungen um unterschiedliche Interessen. Dabei müsse aber ein Umgang miteinander gepflegt werden, der auch Kompromisse ermögliche: "Fairness, Toleranz und Respekt werden uns helfen."

Schieder: Doris Bures wird Weiterentwicklung des Parlamentarismus voranbringen

In Sachen Sanierung des Parlamentsgebäudes plädierte die neue Präsidentin dafür, die weiteren Entscheidungen auch in Geschlossenheit zu treffen. Bezüglich der U-Ausschüsse als Minderheitsrecht mit Vorsitz durch die Präsidentin hielt Bures fest, ihr sei klar, hier eine ganz besondere Verantwortung zu tragen. Eine Selbstverständlichkeit ist für sie die Fortführung der Demokratiewerkstatt. Ihre Vorgängerin Barbara Prammer würdigte sie als herausragende Frau und Parlamentarierin.

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder gratulierte im Namen des SPÖ-Parlamentsklubs der neuen Nationalratspräsidentin zu ihrer Wahl. „Doris Bures ist eine Persönlichkeit, die den Aufgaben und Herausforderungen als Parlamentspräsidentin bestens gewachsen sein wird“, zeigte er sich überzeugt. Er verwies auf ihre langjährige Erfahrung als Abgeordnete in Regierung und Opposition und als Ministerin. „Doris Bures ist dem Hohen Haus tief verbunden, sie wird eine überparteiliche Vorsitzführung leben und mit Engagement die Weiterentwicklung des Parlamentarismus voranbringen.“