370 Millionen für Arbeitslose der Generation 50+

Ältere Arbeitslose werden mit zugeschnittener Beratung und Schulungen wieder in Beschäftigung gebracht. Heuer sind dafür 100 Millionen Euro eingeplant, bis 2016 sind es insgesamt 370 Millionen.

Die Personengruppe 50+ steht laut Sozialminister Rudolf Hundstorfer vor „besonderen Hürden, sich am Arbeitsmarkt zu behaupten. Und das, obwohl Menschen in diesem Alter mitten im Leben stehen“. Zu den Herausforderungen in diesem Lebensabschnitt zählen gesundheitliche Probleme, die auftreten können, oder auch steigende Anforderungen bei Qualifikationen, denen ältere ArbeitnehmerInnen entsprechen sollen. Die Bundesregierung hat für das Jahr 2014 100 Millionen Euro an Mitteln zur Verfügung gestellt, um spezielle Programme für diese Zielgruppe zu entwickeln. 2015 werden die Mittel sogar auf 120 Millionen erhöht. Für 2016 sind 150 Millionen vorgesehen.

Es sei laut Hundstorfer nicht einfach, einer Person, die immer gearbeitet und ihren Job verloren hat, zu vermitteln, noch einmal eine Fortbildung zu absolvieren. „Daher braucht es spezielle Betreuung und Zuwendung für die Personengruppe 50+, sei es in der Beratung sowie in der Weiterbildung und Re-Integration in den Arbeitsmarkt“.

Zurück in den Arbeitsmarkt

Zu den Maßnahmen des Arbeitsmarktservice (AMS), die das Sozialministerium unterstützt, zählen Eingliederungshilfen für den ersten Arbeitsmarkt, Beschäftigungen im zweiten Arbeitsmarkt sowie sogenannte Eingliederungsbeihilfen in Form von befristet geförderten Löhnen. Bis 2016 werden 370 Millionen Euro zur Förderung älterer arbeitsloser Menschen investiert. Pro Jahr sollen damit 20.000 Menschen einen Arbeitsplatz finden. Bis Ende August dieses Jahres konnten bereits etwa 11.600 ältere Erwerbssuchende über die genannten Maßnahmen in Beschäftigung gebracht werden.

Eines dieser Projekte ist die Interventionsstelle „Early Intervention 50+“, die so früh wie möglich in der Phase der Erwerbslosigkeit mit Beratung und Schulungen zur Seite steht.

Hundstorfer versichert, dass die Frage älterer Arbeitsloser in Österreich weiterhin die volle Zuwendung seines Ressorts bekommen wird: „Wir werden hier nicht nachlassen, auch nicht bei der Subvention von Projekten.“