LTW Vorarlberg: Schmerzliches Ergebnis für SPÖ – ÖVP verliert Absolute mit deutlichem Minus

Die absolute Mehrheit der ÖVP im Vorarlberger Landtag ist Geschichte. Die Partei von Landeshauptmann Wallner musste eine Wahlschlappe hinnehmen. Die SPÖ konnte ihre drei Mandate halten, musste aber prozentuell Verluste hinnehmen. Die NEOS schafften als fünftstärkste Partei den Einzug in den Landtag. Die FPÖ verlor zwei Prozent. Die Grünen legten stark zu.


SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos betonte in einer ersten Stellungnahme: "Zuerst einmal möchte ich betonen, dass Michael Ritsch und sein Team einen sehr engagierten Wahlkampf geführt haben. Trotzdem ist es ein schmerzliches Ergebnis, da ist nichts Schönzureden, ein Minus ist ein Minus."
 
Starke Unzufriedenheit mit "absolutistisch herrschender" ÖVP
 
"Bemerkenswert ist vor allem, dass die absolute Mehrheit der ÖVP in Vorarlberg seit 1999 erstmals wieder gebrochen wurde – und zwar sehr deutlich", betont Darabos. Das klare Minus der ÖVP zeige, "dass die Unzufriedenheit mit der ‚absolutistisch herrschenden' Volkspartei doch sehr stark ist und eine Regierung auf breiterer Basis gewünscht wird".
 
Bundespolitische Rückschlüsse können nicht gezogen werden
 
Bundespolitische Rückschlüsse auf das Landtagswahlergebnis können aus Sicht des SPÖ-Bundesgeschäftsführers keine gezogen werden. "Bundeswahlen sind Bundeswahlen und Landtagswahlen sind Landtagswahlen. Da sind in den jeweiligen Bundesländern sehr spezifische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen", betonte Darabos, der etwa auch auf den neuen Mitbewerber am politischen Markt, die NEOS, verwies.