Förderung, Film

Neues Filmförderungsgesetz stärkt heimischen Film

Nach der Absicherung des Film/-Fernseh-Abkommens hat der Ministerrat einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung des österreichischen Films beschlossen. Eine Novelle des Filmförderungsgesetzes sorgt dafür, dass die Förderung rot-weiß-roter Produktionen erleichtert wird.

Durch die Novelle schafft Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer die rechtliche Basis zur langfristigen Förderung des österreichischen Films. Zwei neu erlassene Regelungen, nämlich die sogenannte „EU-Gruppenfreistellungs-Verordnung“ und die „EU-Kinomitteilung“, ermöglichen den EU-Mitgliedsstaaten die Freistellung der Filmförderung als „zulässige staatliche Beihilfe“. Diese Vorschriften bilden einen gemeinsamen Rahmen für die Filmförderung in den Mitgliedsstaaten und fixieren die Bedingungen, nach denen die EU-Kommission die Filmförderung der Mitgliedsstaaten unter beihilferechtlichen Gesichtspunkten genehmigt. Konkret ist es dadurch möglich, Filmprojekte mit bis zu 50 Prozent zu fördern, kleine und kommerziell schwierige Filme mit bis zu 80 Prozent. Filmprojekte von besonderem kulturellem Interesse dürfen sogar mit mehr als 80 Prozent der Produktionskosten gefördert werden.

Klare Definition

Die im Ministerrat fixierte Novelle beinhaltet eine klare Definition von „kleinen und schwierigen Filmen“ und sieht außerdem eine eindeutige Formulierung der Filmförderungsziele sowie der „nationalen und regionalen Vielfalt“ vor.

Kulturelle Kriterien werden groß geschrieben

Minister Ostermayer betonte, dass die Novelle den wichtigen Unterschied unterstreicht zwischen kommerziellen Massenprodukten und kulturell anspruchsvollen Filmen, die einen Beitrag zur europäischen Kultur und regionaler Identität leisten. „Diese Novellierung ist ein klares Bekenntnis dazu, dass in Europa Filme nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch nach kulturellen Kriterien bewertet werden. Diese Unterscheidung zum amerikanischen Film ist für den europäischen Film eine Überlebensfrage“, sagte Ostermayer.