Jugend, Beschäftigung, Arbeit

Jugendbeschäftigung: Schweden schaut nach Österreich

Der schwedische Premier Löfven will die Arbeitslosenrate in seinem Land stark reduzieren. Anregungen für entsprechende Maßnahmen holt er sich von seinem österreichischen Amtskollegen Kanzler Faymann. So soll die Ausbildungsgarantie auch in Schweden Jugendlichen helfen.

Geht es nach dem sozialdemokratischen Regierungschef Stefan Löfven, soll Schweden bis 2020 die geringste Arbeitslosenquote der EU haben. Derzeit sind in Schweden 7,9 Prozent der Menschen arbeitslos, in Österreich sind es laut Eurostat 4,7 Prozent – das ist die niedrigste Arbeitslosenrate der EU.

Österreichisches Vorbild bei der Jugendbeschäftigung

Um seinen schwedischen Amtskollegen bei seinem Vorhaben zu unterstützen, hat ihn Bundeskanzler Werner Faymann bereits nach Österreich eingeladen, um sich unter anderem das bewährte Modell der Jugend- und Ausbildungsgarantie anzuschauen. Denn in Schweden ist mehr als jeder fünfte junge Mensch (22 Prozent) arbeitslos. Jugendgarantie heißt, dass alle jungen Menschen unter 25 innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer Ausbildung oder nachdem sie arbeitslos geworden sind, ein konkretes und qualitativ hochwertiges Angebot erhalten. Das kann eine Arbeitsstelle, ein Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder eine Fortbildung sein. Zahlreiche Delegationen aus anderen EU-Ländern haben sich in Österreich schon über dieses Modell informiert; die EU hat bereits allen Staaten die Jugendgarantie empfohlen.

Bundeskanzler Werner Faymann will mit Stefan Löfven nicht nur in Fragen der Beschäftigung, sondern in EU-Angelegenheiten im Allgemeinen eng zusammenarbeiten.