EU-Förderungen: Fünf Milliarden für Österreich

Österreich bekommt von 2014 bis 2020 rund fünf Milliarden Euro an EU-Fördergeldern. Das ist im so genannten EU-Partnerschaftsabkommen fixiert, das Staatssekretärin Sonja Steßl vor kurzem gemeinsam mit EU-Kommissar Hahn präsentiert hat.

Die Fördersummen können sich sehen lassen: 3,9 Milliarden Euro, die aus dem Europäischen Fonds für die ländliche Entwicklung kommen, fließen in die ländliche Entwicklung. Rund eine halbe Milliarde Euro werden für die regionale Entwicklung bereitgestellt, für Sozial- und Ausbildungsprojekte kommt eine weitere halbe Milliarde aus dem Europäischen Sozialfonds.

Wachstum, Ausbildung und Beschäftigung als Förderziele

Das Partnerschaftsabkommen ist, so Staatssekretärin Steßl, auch deshalb so wichtig, weil damit festgelegt wird, wie die gemeinsamen Mittel zielgerichtet eingesetzt werden können. Mit den Mitteln werden wichtige Zielsetzungen verfolgt: „Es geht um die Erhöhung der Frauenerwerbsquote, um Armutsbekämpfung, soziale Inklusion, Bildung, Ausbildung und lebenslanges Lernen sowie um Forschung und Technologie“, erklärte Steßl. Überdies trägt die Partnerschaftsvereinbarung dazu bei, „Wachstum und Beschäftigung zu fördern, auch was kleine und mittlere Unternehmen betrifft“, betonte Steßl.

Verwaltungsreform: Programme werden gebündelt

Bei der Mittelvergabe aus dem Regionalfonds wird auch das Thema Verwaltungsreform groß geschrieben: Die bisher neun Entwicklungsprograme in den Bundesländern werden zu einem einzigen zusammengelegt. „Und auch die Zahl der programmbeteiligten Förderstellen wurde reduziert“, so Staatssekretärin Steßl.

Hintergrund zum Partnerschaftsabkommen

Das Partnerschaftsabkommen zwischen der EU-Kommission und Österreich dient der Umsetzung der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds in Österreich. Dieses Abkommen gilt als bedeutender Grundpfeiler für alle EU-Förderungen und die flankierenden wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen in Österreich bis 2020. Durch nationale Kofinanzierung (Bund-, Ländermittel) wird der Wirkungshebel der EU-Förderungen weiter erhöht.