Neue Ausbildung und Arbeitszeit für Ärzte nützt den PatientInnen!

Die Modernisierung der Ausbildung der heimischen ÄrztInnen sowie kürzere Arbeitszeiten werden die Qualität der medizinischen Versorgung weiter steigern. Sie nützt PatientInnen und dem medizinischen Personal. 

 
Mit einer Reform des Ärztegesetzes und des Ärztearbeitszeitgesetzes bringt der Nationalrat wichtige Verbesserungen für das heimische Gesundheitssystem auf den Weg gebracht. "Damit passen wir die Ausbildung den heutigen Bedürfnissen an und verbessern gleichzeitig das Angebot für PatientInnen“, freut sich SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger über die Reform. Und SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchtisch freut sich über die Senkung der Arbeitszeit: „Damit wird der Beruf attraktiver und mehr junge TurnusärztInnen werden in Österreich bleiben.“
 
Neuer Ausbildungsweg für künftige Mediziner
 
So wird die Ausbildung der Ärztinnen und Ärzte auf neue Beine gestellt: 
Wer künftig Arzt in Österreich werden will, hat folgenden Ausbildungsweg vor sich: Nach dem Studium muss man neun Monate Basisausbildung zum Erwerb klinischer Grundkompetenzen in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Notfallmedizin absolvieren. Danach muss sich der angehende Mediziner für eine allgemeinmedizinische oder fachärztliche Ausbildung entscheiden. 
 
Für angehende Allgemeinmediziner gibt es dann 27 Monate Spitalspraxis plus mindestens sechs Monate Lehrpraxis in einer Ordination, die im weiteren Ausbau auf 12 Monate steigt.  Für Fachärzte sind mindestens 27 Monate Sonderfach-Grundausbildung (abhängig von der Fachrichtung) plus 27 Monate Schwerpunktausbildung vorgesehen
 
Kürzere Arbeitszeit – ausgeruhte ÄrztInnen
 
Die Verkürzung der Arbeitszeit der ÄrztInnen soll ebenfalls zur Qualitätsverbesserung beitragen. Einerseits nützen ausgeruhte Ärztinnen und Ärzte den Patienten, andererseits machen bessere Arbeitsbedingungen den Arztberuf attraktiver. 
 
Die Arbeitszeit wird schrittweise verkürzt:
 
  • Durchgehende Dienste: Ab 2018 sind 29 Stunden, ab 2021 25 Stunden (statt 32 bzw. 49 Stunden) zulässig.
  • Durchschnittliche Wochenarbeitszeit: Statt 60 Stunden sind ab 2018 55 Stunden und ab 2021 48 Stunden zulässig. Schon ab 2015 sind mehr als 48 Stunden nur erlaubt, wenn der Betroffene schriftlich zustimmt.