Buchpreisbindung gilt jetzt auch für E-Books

Der Nationalrat hat eine Novelle zur Ausweitung der Buchpreisbindung auf E-Books und den Online-Handel beschlossen. Kulturminister Josef Ostermayer wertet das als „richtungsweisenden Erfolg für Verlage, Buchhandel und Autoren“.

Das Buchpreisbindungsgesetz legt fest, dass Bücher nicht unter einem Mindestpreis verkauft werden dürfen. Diese Regelung wird ab Dezember auch für E-Books und den grenzüberschreitenden Internethandel gelten. Kulturminister Ostermayer betonte, dass das neue Gesetz bereits jetzt als Vorbild für europaweite Lösungen zum Schutz des Buchmarktes gilt. „Zur Absicherung des Buchmarktes braucht es maximale Vielfalt. Wir wollen Unternehmen gegenhalten, die sich zum Aufbau einer monopolitischen Marksituation zwischen Autoren, Verlage und Leser stellen“, erklärte Ostermayer.

Elisabeth Hakel: „Wichtige Voraussetzung für lebendige Buchszene“

Auch SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel begrüßte die Novelle des Buchpreisbindungsgesetzes und betonte, dass die Ausdehnung des Buchpreisbindung auf E-Books „eine wichtige Voraussetzung für eine lebendige Buch- und Verlagsszene und auch eine Existenzsicherung für Autorinnen und Autoren ist“. Für Hakel ist auch klar, dass Autorinnen und Autoren ein Anrecht auf einen ordentlichen Anteil an den Erlösen haben – „egal ob auf Papier oder digital gelesen wird“.  

Abhängigkeit der Autoren reduzieren

Neben fairen und transparenten Preisen für die KonsumentInnen besteht ein weiteres Ziel der Novelle darin, ein breites Spektrum an Verlagsunternehmen zu fördern – und damit die Abhängigkeit der AutorInnen zu reduzieren. Das novellierte Gesetz soll mit 1. Dezember 2014 in Kraft treten.