Andreas Schieder betroffen über Tod von Erika Weinzierl

„Erika Weinzierl war Kämpferin, Antifaschistin und eine exzellente Wissenschaftlerin – sie wird Österreich als unermüdliche, kluge Mahnerin fehlen“, bekundete der SPÖ-Klubobmann sein Bedauern.

 
Im Namen des SPÖ-Parlamentsklubs würdigte Schieder Erika Weinzierl als bedeutende Antifaschistin, die bereits in ihren jungen Jahren gegen den Nationalsozialismus gekämpft hat und diesen Kampf auf wissenschaftlicher Ebene bis noch vor kurzem weitergeführt hat. Weinzierl hat zahlreiche hochrangige Auszeichnungen der Republik Österreich für ihre Aufarbeitung des Nationalsozialismus erhalten.
 
„Für eine ganze Generation war Erika Weinzierl Vorbild, insbesondere auch für Studentinnen und Studenten am Institut der Zeitgeschichte“, so Schieder. Der SPÖ-Klubobmann betonte aber auch Weinzierls Bedeutung abseits ihrer wissenschaftlichen Arbeit: „Erika Weinzierl war eine wichtige Mahnerin der Zivilgesellschaft – so als Pazifistin im Kampf gegen die atomare Aufrüstung und Kämpferin für eine humane Asyl- und Migrationspolitik“.
 
SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder erinnerte in dem Zusammenhang an ihr Wirken als Mitbegründerin der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung und ihr Wirken im Bruno-Kreisky-Archiv und im Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. „Erika Weinzierl hinterlässt ein umfassendes wissenschaftliches Werk, das sich tabulos mit unserer Zeitgeschichte auseinandergesetzt hat“, so Schieder.