Kritik an FPÖ-Kontakten zu Extremisten

Neben Straches Kontakte zu internationalen Rechtsextremisten wie Alexander Dugin (Foto) kritisierte SPÖ-Klubobmann Schieder, dass die FPÖ mit der Not der Asylanten schmutzige Geschäfte macht – politisch und real.

 
Straches Kontakte zum umstrittenen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow sowie zum Rechtsaußen-Philosophen Alexander Dugin kritisierte SPÖ-Klubchef Andreas Schieder im Rahmen einer parlamentarischen Sondersitzung: „Die FPÖ knüpft politische Allianzen mit genau jenen Menschen, die daran schuld sind, dass Menschen fliehen müssen. Mit jenen Menschen, die ihre eigenen Länder in Schutt und Asche legen und somit Menschen zu Flüchtlingen machen“, legte Andreas Schieder dar. Mit dem Rechtsextremisten Alexander Dugin, dem Chefideologen der „Eurasischen Bewegung“, hat sich etwa Strache zu einer Geheimkonferenz in Wien getroffen. Solange die FPÖ mit solchen Menschen politische Allianzen bilden will, darf sie nicht über Sicherheit sprechen, machte der SPÖ-Klubobmann deutlich.
 
FPÖ-Hetze gegen Asylsuchende, profitiert aber von deren Not
 
SPÖ-Klubchef Andreas Schieder verurteilte außerdem die Hetze der FPÖ gegen Asylsuchende: „Für die FPÖ ist jeder Mensch, der vor dem grausamen Terror des IS flieht, ein Asylant zuviel. Menschenverachtender geht es nicht mehr.“ Die Leute seien jedoch "nicht freiwillig" auf der Flucht. Schieder wehrte sich gegen die pauschale Verdächtigung, Flüchtlinge wären Islamisten – das Gegenteil sei der Fall, die Menschen "laufen vor diesem Terror davon" und: "Wir sind verdammt noch mal verpflichtet, diesen zu helfen."
 
Schieder kritisierte auch, dass die FPÖ Vertreter in ihren Reihen habe, die Flüchtlinge ausbeuten und Terroristen Unterschlupf bieten: "Diese Doppelbödigkeit finde ich so abstoßend."
 
Unterschlupf auch für Dschihadisten
 
In einer Wohnung des Ex-FPÖ-Bezirksparteiobmannes in Heidenreichstein etwa wohnte ein amtsbekannter Dschihadist. Am 31. August 2014 nahm der Verfassungsschutz einen Tschetschenen fest, der in Syrien gekämpft habe soll. Dieser hatte in Österreich einen Asylantrag gestellt, der abgelehnt worden war, dagegen hatte er Berufung eingelegt. Untergebracht war der Tschetschene in einer Wohnung, die dem ehemaligen Gmünder Bezirksparteiobmann der FPÖ, Albert Willert, gehört.