Anti-Doping

Schärferes Anti-Doping-Gesetz ab Jänner 2015

Schon bisher zählte Österreich in Sachen Anti-Doping zu den Vorreitern, jetzt wird der Kampf gegen Doping weiter verschärft. Dafür sorgt eine Novelle des Anti-Doping-Gesetzes, die im Parlament einstimmig beschlossen wurde.

Ab 1. Jänner 2015 tritt das neue Anti-Doping-Bundesgesetz in Kraft, mit dem Österreich auf den neuen Welt-Anti-Doping-Code reagiert. Hier die wichtigsten Kernelemente des neuen Gesetzes:

•    Stärkere Bekämpfung von Dopingnetzwerken durch Einführung der zwei neuen Doping-Tatbestände „Komplizenschaft“ und „Verbotener Umgang“.
•    Künftig wird nicht nur das Verabreichen, sondern auch eine andere Form wie z.B. Anleitung, Verschleierung oder aktive Mithilfe beim Doping belangt. Außerdem wird auch die Zusammenarbeit mit einschlägig vorbestraften Betreuungspersonen geahndet.
•    Die Strafen für Doping-Sünder werden von zwei auf bis zur vier Jahre Haft angehoben.
•    Neue Zusammensetzung des sogenannten „Nationalen Testpools“ (Einteilung von AthletInnen diverser Sportarten und Kader in verschiedene Testpools): Hier wird künftig auf eine „intelligente Testung“ fokussiert, z.B. auf Basis einer Risikoanalyse dahingehend, welche Dopinggefährdung eine Sportart hat. Mitberücksichtigt wird auch die individuelle Leistungsentwicklung eines Sportlers.

Minister Klug: Null Toleranz gegenüber Doping

Sportminister Gerald Klug erklärte angesichts des Gesetzesbeschlusses, dass damit die „Bekämpfung der Doping-Kriminalität in Österreich zukünftig zielgerichteter und effizienter wird“. Mit dem neuen Gesetz zeigt Österreich „glasklar, dass es null Toleranz gegenüber vorsätzlichem Doping gibt“, betonte Klug. Auch SPÖ-Sportsprecher Hermann Krist und Abgeordnete Marianne Gusenbauer-Jäger unterstrichen die Wichtigkeit der Novelle zum Anti-Doping-Bundesgesetz. Krist sagte, dass es unverzichtbar sei, die betroffenen Sportinstitutionen bestmöglich einzubinden. Und Gusenbauer-Jäger hob hervor: „Freuen wir uns auf weitere saubere Wettkämpfe, bei denen Sportler keine gesundheitsschädlichen Mittel einnehmen“.