Industriestandort Österreich: Mit Innovation punkten

Die Zukunft des Industriestandorts Österreich war Thema einer Enquete von AK und ÖGB. Infrastrukturminister Alois Stöger und Sozialminister Rudolf Hundstorfer betonten, dass Österreich mit Innovation und klugen Investitionen und nicht mit Sozialdumping punkten muss.

Minister Hundstorfer erteilte in seiner Rede einem Lohn- oder Sozialdumping eine klare Absage. Denn für die Zukunft der Industrie steht es in hochentwickelten Ländern wie Österreich außer Frage, dass man mit Innovation und Produktivität punkten muss – und nicht mit Lohn- oder Sozialdumping. Grundsätzlich ist der Industriestandort Österreich gut aufgestellt, man darf allerdings nicht ausrasten, befand Hundstorfer. So besteht die große Herausforderung darin, sicherzustellen, dass alle Menschen am Fortschritt teilhaben können, sagte Hundstorfer mit Blick darauf, dass immer mehr und bessere Güter produziert werden.

ArbeitnehmerInnen und Bildung von zentraler Bedeutung

Ziel muss es auch sein, „älteren ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit zu geben, so lange wie möglich gesund im Erwerbsleben zu bleiben“, ortete Hundstorfer Nachholbedarf bei manchen Unternehmen. Klar ist auch, so Hundstorfer, dass Pflichtschulbildung allein heute nicht mehr ausreicht. Er will daher die Bildungsverpflichtung gemeinsam mit allen AkteurInnen bis 2016 & 17 umsetzen. Auch Weiterbildungsmöglichkeiten für die ArbeitnehmerInnen sind wichtig.

Minister Stöger: In Infrastruktur und Technologie investieren

Infrastrukturminister Stöger unterstrich, dass Österreich über eine starke Industrie verfügt und nicht erst mühsam re-industrialisiert werden muss, sondern mit kluger Industriepolitik weiter aufgebaut werden kann. Von großer Bedeutung hierbei sind Investitionen in Infrastruktur und Technologie. Damit würden gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert und Wachstumsimpulse gesetzt werden, sagte Stöger. Der Minister machte auch klar, dass er alle industriepolitischen Stellschrauben in seinem Ressort nutzen wird, um die Standortqualität weiter zu verbessern. Als wichtigste Aufbaumaßnahme sieht Stöger die digitale Offensive: „Breitbandnetze sind die Infrastruktur der Informationsgesellschaft. Nur mit einem schnellen Ausbau verlieren wir nicht den Anschluss“. Mit dem beschlossenen Breitbandausbau und der hervorragenden Position seiner Unternehmen und Forschungseinrichtungen hat Österreich gute Chancen, bei „Industrie 4.0“ vorne dabei zu sein, betonte Stöger, der weitere Investitionen in diese Richtung unterstützen will.