SPÖ-Frauen informieren an „16 Tagen gegen Gewalt“ über Gewaltschutzeinrichtungen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November machen die SPÖ-Frauen werden während der nächsten "16 Tage gegen Gewalt" mit Aktionen auf Hilfseinrichtungen wie die Frauen-Helpline oder die FEMHELP-App aufmerksam.

 
Jede fünfte Frau in Österreich wird mindestens einmal im Leben Opfer von Gewalt. Die Täter stammen meist aus dem sozialen Nahraum. Obwohl Österreich über ein sehr dichtes Netz von Einrichtungen und gute Schutzgesetze verfügt, sind diese oft zu wenig bekannt.

Die Bundesregierung hat mit dem Nationalen Aktionsplan (NAP) zum Schutz von Frauen vor Gewalt 64 Maßnahmen vorgelegt, um Österreich für Mädchen und Frauen noch sicherer zu machen. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek lobte den NAP in ihrer Rede im Parlament vergangenen Donnerstag: "Es ist ein gutes und richtiges Zeichen, dass wir den Nationalen Aktionsplan hier im Parlament diskutieren. Österreich ist im Bereich Gewaltschutz bereits weit gekommen und immer noch Vorzeigeland, dennoch muss das, was noch nicht so gut läuft, in den Fokus gerückt werden. Dazu wurde ein Nationaler Aktionsplan zum Schutz gegen Gewalt an Frauen erarbeitet, der bis einschließlich 2016 umgesetzt werden soll."

Brauchen mehr Aufklärung zu K.O.-Tropfen und realitätsnahe Formulierung des Vergewaltigungsparagraphen

SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm unterstützt Heinisch-Hosek in diesem Vorhaben: „Wir müssen alles daran setzen, die körperliche und sexuelle Integrität von Mädchen und Frauen zu schützen.“ Den 25. November nimmt Wurm zum Anlass, mehr Aufklärung und Informationen zu K.O.-Tropfen zu fordern. Ein wichtiger Schritt dazu ist der auf Initiative der SPÖ letzte Woche beschlossene 6-Parteien-Entschließungsantrag, der mehr Schulung von SchulärztInnen und LehrerInnen fordert. Ziel ist, dass diese SchülerInnen über die Gefahren von Betäubungstropfen besser informieren können.

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann weist auf das Problem hin, dass beispielsweise nur ein Zehntel der Anzeigen von Vergewaltigungen auch zu einer Verurteilung führen. Grossmann schließt sich daher der Initiative von Salzburger Fraueninitiativen an, den Vergewaltigungsparagrafen realitätsnäher zu formulieren und RichterInnen mit mehr psychologischer Expertise auszustatten. Das würde Opfer auch darin unterstützen, über Erfahrungen zu sprechen. Grossmann argumentiert: "Es ist wichtig, dass Mädchen und Frauen über ihre Rechte Bescheid wissen. Viele haben Angst, über die eigenen Erfahrungen zu sprechen. Sich mitzuteilen, kann der erste Schritt aus der Gewalt sein.“
 
 Weltweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen

Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, beschreibt die internationale Gewaltsituation: "Dass weltweit jede dritte Frau von Gewalt betroffen ist, ist einfach inakzeptabel. Gewalt beginnt oft mit sexistischen und diskriminierenden Darstellungen in der Öffentlichkeit oder verbalen Attacken, steigere sich über psychische Gewalt bis hin zu physischer Gewalt. Oft trete Gewalt in diskriminierenden Strukturen zu Tage."