Wir müssen EU-weit Kinder vor Gewalt schützen!

Für SPÖ-Bundesrätin Daniela Gruber-Pruner ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt Teil friedenssichernder Politik der EU. Gruber-Pruner forderte EU-Kommissar Johannes auf, Initiativen zum Gewaltschutz zu forcieren.

„Die Kernidee der Europäischen Union ist der Erhalt von Frieden und das gewaltfreie Lösen von Interessenskonflikten. Kinder und Jugendliche vor Gewalt jeder Art zu schützen, zählt hier dazu“ argumentierte die Bundesrätin.  Österreich geht mit seinen Gesetzen als gutes Beispiel voran und soll Initiativen setzen, um Gewaltschutz voranzutreiben. Eine wichtige Aufgabe ist es dahingehend, die Zivilgesellschaft mit ExpertInnen und Einrichtungen in Europa zu unterstützen und zu vernetzen.

In 10 Ländern der EU ist Gewalt gegen Kinder nicht verboten

Österreich hat Gewalt gegen Kinder vor 25 Jahren gesetzlich verboten und war damals weltweit unter den Vorreitern. Mit den Gewaltschutzgesetzen agiert Österreich vorbildhaft, dennoch gab es 2011 über 10.000 Anzeigen wegen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Gruber-Pruner gibt zu bedenken: „Auch europaweit gibt es dringenden Handlungsbedarf. Allein innerhalb der EU gibt es nach wie vor zehn Länder, in denen Gewalt als legitimes Erziehungsmittel anerkannt wird, darunter Großbritannien, Belgien, Italien und Frankreich.“

Gruber-Pruner fordert Johannes Hahn als Kommissar auf, den Problembereich Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in seine Arbeit zu integrieren: "Kommissar Hahn möchte demokratische Strukturen ausbauen und stärken. Demokratie kann aber nur ohne Gewalt funktionieren, das müssen wir auch jungen Menschen zeigen. Stattdessen stehen Verhandeln, Zuhören, Argumentieren, Kompromissfindung im Zentrum. Demokratie kann aber nur ohne Gewalt funktionieren, das müssen wir auch jungen Menschen zeigen.“