Weltklimakonferenz in Lima: Österreich und EU drängen auf konkrete Vereinbarungen für einen neuen Welt-Klimavertrag

Ziel der 195 am UN-Klimaprozess beteiligten Staaten ist es, noch diese Woche einen fixen Fahrplan für einen ab 2020 verbindlich geltenden Weltklimavertag zu vereinbaren. Gleichzeitig geht es auch um die notwendigen Gelder für den Internationalen Klimafond, der die ärmsten und am stärksten von Klimawandel betroffenen Länder unterstützen soll, berichtet SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger aus Lima.

 
Österreich und die Europäische Union drängen bei der 20. Weltklimakonferenz auf konkrete Vereinbarungen für einen neuen Welt-Klimavertrag. 
Der von Österreich zugesagte Beitrag zum „Green Climate Fund“ von jährlich 10 Mio. Euro zeigt, dass die österreichische Bundesregierung die im Arbeitsübereinkommen festgelegte ambitionierte Klimapolitik auch auf internationaler Ebene konkret umsetzt“, legt Weninger dar.
 
Als Mitglied der österreichischen Delegation erwartet der SPÖ-Umweltsprecher von der am Freitag zu Ende gehenden Klimakonferenz ein deutliches Signal, die gemeinsamen Anstrengungen bis Paris 2015 weiter zu intensivieren. „Um das erklärte Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, müssen die Treibhausgasemissionen  massiv reduziert, die erneuerbare Energieproduktion weiter ausgebaut und die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig brauchen wir Mechanismen und Finanzmittel, um Klimaschäden zu lindern und nachhaltige Anpassungsstrategien zu fördern“, so Weninger.
 
Österreich ist als alpine Region besonders vom Klimawandel betroffen
 
Wie die Wissenschaft im aktuellen Klimawandel-Sachstandsbericht bestätigt, ist Österreich als alpine Region besonders vom Klimawandel betroffen. 
Der überdurchschnittliche Temperaturanstieg verursacht ein rasches Schmelzen der Gletscher, deutliche Veränderungen in der Vegetation und die Zunahme von Dürren und Starkregen. Deshalb muss der im Regierungsprogramm verankerte Klimapakt konsequent umgesetzt und die vereinbarten Klimaziele ständig auf ihre tatsächliche Wirksamkeit überprüft werden. „Die von der Bundesregierung über den Klima- und Energiefond geförderten Investitionen für Nachhaltigkeitsprojekte und E-Mobilität, die staatlichen Zuschüsse zur thermischen Sanierung von Gebäuden und der zügige Ausbau erneuerbarer Energieproduktionen sind Erfolgsprojekte, die regionale Arbeitsplätze schaffen und internationale Anerkennung bei Experten und Umweltorganisationen finden“, erklärt der SPÖ-Umweltsprecher.