„In Würde sterben“ – SPÖ für flächendeckende Palliativversorgung

„Würde am Ende des Lebens“ ist Thema einer parlamentarischen Enquete-Kommission. Die SPÖ hat dazu ihre Eckpunkte präsentiert: Gefordert werden u.a. flächendeckende Versorgung mit Palliativeinrichtungen und Sterbebegleitung sowie spezifische Betreuung für schwerkranke Kinder und Jugendliche.

 
"Niemand soll in die Situation kommen, dass er Angst vor Schmerzen haben muss und in den letzten Stunden allein sein muss", sagte SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim bei der Präsentation in einer Pressekonferenz. „Es ist eine der obersten Aufgaben der Gesellschaft, Bedingungen für ein würdevolles Sterben ohne Schmerzen zu schaffen. Die Selbstbestimmtheit des Menschen gilt es in den Mittelpunkt zu stellen.“ 
 
Notwendig ist deshalb flächendeckende Palliativ- und Hospizversorgung, sowohl mit stationären als auch mobilen Einrichtungen. Besonders die Angebote für Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörigen müssen verbessert werden. SPÖ-Gesundheitssprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig rechnet mit insgesamt rund 60 Mio. Euro, die dafür zusätzlich pro Jahr notwendig sind. Dazu braucht es ein Finanzierungskonzept, fordert Minister a.D. Rudolf Edlinger, Vizepräsident des Österreichischen Seniorenrates. Auch die Information der PatientInnen muss verbessert werden. Denn derzeit haben nur vier Prozent eine Patientenverfügung und zwei Prozent eine Vorsorgevollmacht unterzeichnet. Zu diesen beiden Instrumenten sollte es eine Informationskampagne geben, sagt Edlinger. 
 
Keinen Bedarf sieht die SPÖ für eine Verankerung eines Sterbehilfe-Verbots in der Verfassung. Die bestehenden Regelungen im Strafrecht sind ausreichend, so Jarolim.
 

Eine ausführliche Information zu den SPÖ-Positionen zur Enquete „Würde am Ende des Lebens“ finden Sie in unserer Presseunterlage!