Aktives Gedenken heißt, gegen Wiedererstarken von Rechtsextremismus vorzugehen

Der 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ist Anlass, zu gedenken, aber auch ein Handlungsauftrag an die Politik und an die Gesellschaft.

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz mahnte SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder: "Wenn wir versprechen, dass wir niemals vergessen, verpflichten wir uns auch dazu, gegen ein Wiedererstarken rechtsextremen Gedankengutes vorzugehen. Wir müssen entschieden gegen Kräfte vorgehen, die völkischen Nationalismus salonfähig machen wollen und Hass gegen Menschen aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Weltanschauung verbreiten.“

Als Mittel, um rassistischer, antisemitischer und homophober Gewalt entgegenzuwirken, fordert Schieder "Zivilcourage, Solidarität und Unterstützung von Betroffenen im Alltag auf der einen Seite sowie konsequentes Erkennen und Verfolgen von rechtsextremen Übergriffen auf der anderen Seite.“

Zum aktiven Gedenken der Opfer ruft auch die SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits auf: „Nur wenn wir uns mit der Geschichte konfrontieren, können wir daraus Lehren für die Zukunft ziehen.“ Erschreckend ist für sie, wie in den vergangenen Monaten „unter dem Deckmantel einer BürgerInnenbewegung Hass und Rassismus offen auf die Straßen getragen wurden.“ Kucharowits appelliert vor allem an die Jugend, sich für Demokratie und den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stark zu machen.

SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger ruft dazu auf, „die schmerzvolle Erinnerung wachzuhalten und wachsam zu bleiben gegenüber rechtsextremen Strömungen“. Die Zunahme antisemitischer Gewalt, auch in Österreich, bereitet ihr Sorgen. Daher ist es Aufgabe der Politik, klar gegen die Verharmlosung, Verhetzung und das Vergessen der NS-Gräuel aufzutreten.

Im Petitionsausschuss am 27. Jänner wurde ebenfalls von allen Abgeordneten den Opfern und Überlebenden der NS-Gräuel gedacht.