Holocaust-Gedenktag: Niemals vergessen!

70 Jahre nach der Befreiung des NS-Todeslagers Auschwitz-Birkenau gedachte die SPÖ am Holocaust-Gedenktag der Millionen Opfer des Nazi-Regimes. Bundeskanzler Werner Faymann betonte, dass es gilt, entschlossen gegen Hass einzutreten.

Das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, in dem rund 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden, wurde am 27. Jänner 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit. Mit dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, der auf die Befreiung des KZ Auschwitz verweist, wird an die Millionen Opfer erinnert, die vom Nazi-Regime ermordet, gemartert und ihrer Rechte beraubt wurden.

Faymann: Antisemitismus hat keinen Platz in demokratischen Gesellschaften

Bundeskanzler Werner Faymann betonte anlässlich des Holocaust-Gedenktages: „Wenn wir aus der Geschichte lernen wollen, heißt das, dass wir uns gegen Hass, Herabwürdigung und alles, was die Demokratie beschädigen kann, wenden und dass wir mit aller Kraft für das friedliche Zusammenleben in der Europäischen Union eintreten müssen.“ Der Kanzler machte auch deutlich: „Ausgrenzung, Terrorismus, Hass und Antisemitismus dürfen keinen Platz in demokratischen Gesellschaften haben.“ Faymann betonte auch die Bedeutung der Erinnerung: „Es ist unsere Verpflichtung, die Erinnerung an das schrecklichste Verbrechen der Menschheitsgeschichte wachzuhalten“, so der Kanzler, der gemeinsam mit Bundespräsident Heinz Fischer an der großen internationalen Gedenkveranstaltung in Auschwitz teilnahm.

Bures: Erinnerung an Holocaust hat große Bedeutung für Österreich

Die Erinnerung an den Holocaust hat eine große Bedeutung für das heutige Österreich, betonte Nationalratspräsidentin Doris Bures in ihrer Rede zur Holocaust-Gedenkfeier im Parlament. Auschwitz ist das Symbol der nationalsozialistischen Genozide, des Mordes an Millionen Menschen binnen weniger Jahre. „Es war ein langer Weg, bis Österreich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der jüngsten Geschichte gefunden hat“, sagte Bures. Die Nationalratspräsidentin ließ keinen Zweifel daran, wie notwendig es ist, gegen Intoleranz jeglicher Ausprägung aufzutreten. „Mit aller Kraft müssen wir uns für ein friedliches und respektvolles Miteinander einsetzen. Gemeinsam werden wir verhindern, dass Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz wieder unsere Gesellschaften dominieren“, sagte Bures, die auch die Notwendigkeit einer gelebten Erinnerungskultur unterstrich.

Darabos: Auschwitz ist bleibende Verpflichtung und Mahnung

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos bekräftigte, dass der Holocaust-Gedenktag „eine bleibende Verpflichtung und eine beständige Mahnung ist, dass wir niemals vergessen dürfen und wachsam bleiben müssen“. Darabos sagte weiters: „Nur wer die richtigen Lehren aus der Vergangenheit gezogen hat, vermag den Anfängen zu wehren und so für Demokratie, Freiheit und Solidarität einzustehen.“

Heinisch-Hosek: Wir alle tragen Verantwortung

„Die Aufarbeitung des Holocaust ist nicht nur die Aufgabe von ExpertInnen und HistorikerInnenkommissionen, sondern wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass die Erinnerung an dieses Menschheitsverbrechen erhalten bleibt“, betonte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. „Uns allen, die heute in Österreich leben, legt die Geschichte dieses Landes eine Verantwortung auf: Die Verantwortung, uns mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen, die Verbrechen und die dafür Verantwortlichen zu benennen, die Ursachen aufzuarbeiten und den Opfern und ihren Familien unsere Solidarität zu zeigen.“

Schwantner: Rassismus und Hetze konsequent bekämpfen

Johannes Schwantner, Bundesvorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en, betonte: „Auschwitz ist ein Synonym für industrielle Vernichtung von Menschenleben und der Inbegriff für die barbarischen Verbrechen des Nationalsozialismus. Auschwitz ist aber auch und vor allem eines: Die Verpflichtung, niemals zu vergessen und den Anfängen zu wehren!“ Für Schwantner zeigt die Tatsache, dass Antisemitismus und Rassismus nach wie vor grassieren, „dass wir umso stärker für unsere Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Antifaschismus eintreten und Rassismus und Hetze entschlossen bekämpfen müssen“.