Rechtsextremismus, Oberwart

SPÖ gedenkt der Toten von Oberwart

Vor zwanzig Jahren erschütterte der furchtbare Bombenanschlag von Oberwart Österreich. Die SPÖ gedenkt der vier Roma, die bei dem rassistisch motivierten Anschlag ermordet wurden.  Bundeskanzler Werner Faymann betont die Wichtigkeit eines entschlossenes Vorgehens gegen Verhetzung.

Bundeskanzler Werner Faymann unterstrich anlässlich des Gedenkens an den heimtückischen Rohrbomben-Anschlag die Verantwortung, entschlossen gegen Verhetzung und extremistisches Gedankengut vorzugehen. „Dieser schwerste politische Anschlag seit 1945 hat uns gezeigt, dass wir wachsam gegenüber autoritären und antidemokratischen Tendenzen sein müssen“, sagte Faymann. Der Kanzler machte auch deutlich, dass man es nicht zulassen wird, dass extreme Gruppierungen einen Keil in die Gesellschaft treiben. Denn Österreich ist eine Nation der Vielfältigkeit – und genau darin besteht die Kraft Österreichs.

Darabos: Konsequent gegen Fremdenhass auftreten

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos betonte die Pflicht, konsequent gegen Fremdenhass vorzugehen:  „Wir gedenken der vier Roma, die in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 durch den feigen Bombenanschlag eines Rechtsradikalen getötet wurden. Das Gedenken an Peter Sarközi, Josef Simon sowie Karl und Erwin Horvath ist für uns bleibende Verpflichtung, mit aller Entschlossenheit gegen Fremdenhass und Hetze aufzutreten. Denn der rassistisch motivierte Vierfach-Mord von Oberwart hat gezeigt, wohin Rassismus führen kann“. Die richtigen Lehren aus Oberwart zu ziehen, heißt auch, für einen „fairen und respektvollen Umgang mit allen Volksgruppen einzutreten“, betonte Darabos.

Schieder: Gegen Intoleranz und Rassismus ankämpfen

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder mahnte zum 20. Jahrestag der rassistisch motivierten Morde an vier burgenländischen Roma in Oberwart, dass sowohl AmtsträgerInnen in der Politik als auch die Gesellschaft die Verantwortung dafür tragen, gegen Intoleranz anzukämpfen. „Nur so können Gewaltakte wie in Oberwart verhindert werden. Rassismus führt dazu, dass Mitbürgerinnen und Mitbürger ihr Menschsein abgesprochen wird. Die Hemmschwelle, Gewalt gegen diese Mitmenschen anzuwenden, sinkt dadurch. Wir müssen verhindern, dass in unserer Gesellschaft Angst und Hass gegen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion geschürt werden“, stellt Schieder klar.