SPÖ Enquete beleuchtet die soziale Lage von Selbstständigen

Etwa 40.000 Unternehmen mit rund 130.000 Erwerbstätigen umfasst die Kreativwirtschaft in Österreich mittlerweile. Mit Umsätzen von rund 20 Milliarden Euro sind sie ein wichtiger Teil der Wertschöpfung. Wie diesen Kreativen mehr soziale Sicherheit gegeben werden kann, war Thema einer Enquete im Parlament.

„Trotz geänderter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedingungen gelten immer noch für alle Unternehmen die Spielregeln, die für mittlere und große Unternehmen ausgelegt sind. Gerade für Einpersonenunternehmen (EPUs) und kleine Unternehmen muss die soziale Sicherheit gestärkt werden“, sagten SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und SPÖ-Kunst- und Kultursprecherin Elisabeth Hakel im Rahmen der Klubenquete „Z’wenig zum Leben – z’vü zum Sterben“ im Parlament in Wien.

Hakel wies auf die Herausforderungen etwa bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bei unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen hin. Sie sprach sich für neue Finanzierungsmodelle für die Kreativwirtschaft aus und nannte zum Beispiel das Abholen von Geldern, die im Rahmen des EU-Programms „Creative Europe 2014 – 2020“ zur Verfügung gestellt werden.

Der SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter forderte eine Abschaffung eine rasche Abschaffung des Selbstbehalts für Selbstständige, den die SVA einhebt. „Diese stellt eine Steuer auf das Kranksein dar", betonte Matznetter. Die Abschaffung des Selbstbehalts könnte einfach finanziert werden, denn die SVA habe rund eine halbe Milliarde Rücklagen gebildet. "Die SVA ist aber kein Sparverein", so Matznetter.