Enquete: 51 Empfehlungen zu „Würde am Ende des Lebens“

Mit der einstimmigen Annahme aller sechs Parlamentsfraktionen ist die Kommission-Enquete „Würde am Ende des Lebens“ zu Ende gegangen. Die wichtigsten Empfehlungen umfassen den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung, bessere und verstärkte Information zur Patientenverfügung und zur Vorsorgevollmacht und den Ausbau der medizinischen Ausbildung.

„Mit der Enquete-Kommission ist es gelungen, das Thema Tod und Sterben zu enttabuisieren. Ein wichtiger Schritt“, betonte der SPÖ-Justizsprecher und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission, Hannes Jarolim, bei einer gemeinsamen . „Für die Hospiz- und Palliativversorgung muss ein gesicherter und leichterer Zugang geschaffen werden, der mit einer finanziellen Entlastung der betroffenen Familien einhergehen muss“, so Jarolim, der besonders auf die Bedürfnisse von Kindern hinwies: „Bis zum Jahr 2020 geht man von einem Bedarf für etwa 1.000 Kindern aus. Aufgrund der besonderen Situation ist gerade in diesem Bereich ein multiprofessioneller Ansatz aus körperlicher, psychischer, sozialer und spiritueller Unterstützung notwendig“, betonte Jarolim. Insgesamt hat die Kommission 51 Empfehlungen beschlossen, die auf Vorschlägen hunderter ExpertInnen beruhen.

Jarolim, sprach sich auch für die Steigerung des Bekanntheitsgrades bei der Patientenverfügung aus. „Durch einen vereinfachten Zugang und eine finanzielle Entlastungen ist dies erreichbar. So bietet etwa in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Salzburg Patientenanwaltschaften dieses Service bereits kostenlos an. Zu überdenken sei außerdem die Fünfjahresfrist für verbindliche Patientenverfügungen und eine vereinfachte Verlängerung“, fasste Jarolim die Empfehlungen der Enquete-Kommission in diesem Bereich zusammen.