Fortschrittsbericht zeigt: Frauen-Quote wirkt

Der Frauenanteil in Aufsichtsgremien staatsnaher Unternehmen steigt dank Frauen-Quote kontinuierlich. Mittlerweile beträgt er 37 Prozent, freut sich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Der vierte Fortschrittsbericht zeigt deutlich: Die Selbstverpflichtung des Bundes führt bei staatsnahen Unternehmen zu einem höheren Frauenanteil in Aufsichtsgremien. Im Durchschnitt ist der Frauenanteil im Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 37 Prozent gestiegen. 2008 betrug der Frauenanteil nur 16,1 Prozent. Und der Trend geht weiter in die richtige Richtung. "Die Selbstverpflichtung des Bundes soll als Vorbild für andere Sektoren dienen und das Bewusstsein für die Vorteile einer stärkeren Einbindung von Frauen weiter erhöhen", sagen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Wirtschaftsminister Mitterlehner zum aktuellen Bericht, der auf ihren Antrag im Ministerrat beschlossen wurde. 2011 hatte sich die Bundesregierung verpflichtet, den Frauenanteil in Aufsichtsgremien der Unternehmen, an denen der Bund mit 50 Prozent oder mehr beteiligt ist, bis Ende 2013 auf 25 Prozent zu erhöhen. Bis 31. Dezember 2018 soll die Beteiligung der Frauen auf 35 Prozent angehoben werden

Dem aktuellen Bericht nach entsendet der Bund in die 57 erfassten Unternehmen mit einem Bundesanteil von 50 Prozent und mehr insgesamt 294 Aufsichtsratsmitglieder. Davon sind inzwischen 110 mit Frauen besetzt. 44 von 57 Unternehmen weisen in ihren Aufsichtsräten bereits einen Frauenanteil von 25 Prozent oder mehr aus. Bei 24 davon liegt der Anteil sogar bei 50 Prozent und mehr. Durch Neubestellungen kommt es laufend zu weiteren Änderungen in der Zusammensetzung der Aufsichtsräte, um das Ziel der Bundesregierung zu erreichen. Gemäß dem heutigen Ministerratsvortrag werden sieben Bundesministerien bis Ende 2015 Neuentsendungen vornehmen. Bis Ende 2018 soll in allen vom Regierungsbeschluss erfassten Unternehmen ein Frauenanteil von 35 Prozent in den Aufsichtsräten erreicht sein.

Brunner: Vorbild für Privatwirtschaft

„Der Bericht zeigt deutlich, dass Quoten ein wirksames Mittel sind, um die Chancen von Frauen effektiv zu erhöhen“, sagt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner. „Mehr Frauen in Führungspositionen sind gut für die Wirtschaft und gut für unser Land. Mit konsequenter Frauenförderung und Quoten verbessern wir die beruflichen Perspektiven von Frauen nachhaltig“, betont Brunner.