Mehr Autonomie für Neue Mittelschulen

Der Ministerrat hat mehr Schulautonomie für Neue Mittelschulen (NMS) beschlossen: Künftig können jene Bundesmittel, die bisher für Hauptfächer reserviert waren, schulautonom für Schwerpunktfächer verwendet werden.

Mehr Autonomie für Neue Mittelschulen (NMS) – darauf hat sich die Regierung bei ihrer Klausur in Krems geeinigt. Jetzt wurde ein erster Schritt in diese Richtung gesetzt. Die zusätzlichen Mittel des Bundes im Ausmaß von sechs LehrerInnenstunden für NMS, die bisher für die Hauptfächer Deutsch, Mathematik oder Englisch zweckgewidmet waren, werden auch für andere Schwerpunktfächer geöffnet. Das hat der Ministerrat jetzt beschlossen, damit die Stunden schon bei Schulbeginn im Herbst zur Verfügung stehen. Bundeskanzler Werner Faymann sagte zur Reform, dass diese bereits ein Vorbote für die von der Regierung für heuer geplante große Schulreform ist, „mit der wir den Standort stärken und auf die individuellen Bedürfnisse besser eingehen wollen“.

Grundstein für positive Weiterentwicklung der NMS gelegt

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek betont: „Ab Herbst können Schulen flexibel über den Einsatz der Zusatzstunden entscheiden. Damit haben wir den Grundstein für die positive Weiterentwicklung der NMS gelegt.“ Schulen können dadurch besser auf standortspezifische Herausforderungen eingehen und die Schülerinnen und Schüler optimal fördern, erklärt die Ministerin. „Ein Mehr an autonomen Gestaltungsräumen braucht aber auch ein genaues Hinschauen“, sagt Heinisch-Hosek. Der zweckmäßige Einsatz und die Umsetzungsqualität werden daher durch die Schulaufsicht geprüft.

Die Evaluierung der NMS hat gezeigt, dass sich das pädagogische Konzept der NMS bewährt hat und sich neben einer deutlichen Verbesserung des Schulklimas auch positiv auf die Leistungen der  SchülerInnen auswirkt. „An der Weiterentwicklung des NMS-Konzepts und seiner vollständigen Umsetzung an allen Standorten wird mit Hochdruck gearbeitet.“ Für die Ministerin ist klar: „Investitionen in die Bildung im Allgemeinen und in die Neue Mittelschule im Besonderen sind dringend erforderlich. Denn Sparen im Klassenzimmer hieße Sparen an der Zukunft unserer Kinder.“

Grossmann erfreut über flexiblere Zusatzstunden für NMS

SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann begrüßt die im Ministerrat beschlossene Gesetzesvorlage und die damit zusammenhängende Flexibilisierung bei den Zusatzstunden als „weiteren Schritt in Richtung verbesserte Förderung der Talente aller Kinder, unabhängig ihrer Herkunft und der Geldbörse ihrer Eltern“.