„Ein wichtiges Jahr für die Zukunft des roten Wien“

Wie wichtig es ist, dass in Wien auch weiterhin die Sozialdemokratie die stärkste Kraft ist, wurde beim Landesparteitag der SPÖ Wien hervorgehoben.

Im Messezentrum in Wien fand der 70. Landesparteitag der SPÖ Wien vor 903 ordentlichen Delegierten sowie 350 Gastdelegierten und BesucherInnen statt. Der Bundeskanzler Werner Faymann betonte in seiner Rede, dass Wien eine besonders lebenswerte Stadt sei. Deswegen sei es wichtig, „dass die Sozialdemokratie auch in Zukunft die stärkste Kraft ist und bestimmen kann, wie sich diese wunderbare Stadt weiterentwickelt“. Man müsse dafür sorgen, dass das was diese Stadtregierung, der Bürgermeister und sein Team in Wien aufgebaut haben, abgesichert wird und sich dafür 30 Minuten Zeit nehmen, um im Herbst zur Gemeinderatswahl zu gehen, „damit die Stadt nicht in falsche Hände gerät“. Faymann betonte: „Es ist ein wichtiges Jahr für die Zukunft des roten Wien.“ Das Ziel einer sozialen Gesellschaft sei aktueller denn je. „Mit neoliberalen Zielen kommt man nicht weit. Weit kommt man, wenn wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten uns unserer Werte besinnen, die uns stark gemacht haben.“

„Die Zukunft Wiens als Gesamtkunstwerk sichern“

„In Niederösterreich ist es bereits zur Usance geworden, sozialdemokratische Bürgermeister trotz Mehrheit abzuwählen. Ausgerechnet jene, die immer über den cordon sanitaire moralisiert haben, haben kein Problem damit, was zum Beispiel in Neunkirchen oder Wiener Neustadt passiert ist“, sagte der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl.

Bei den Wiener Landtags- und Gemeinderatswahlen gehe es darum die Unsicherheit und die Zweifel der Menschen, die von den politischen Mitbewerbern gestreut werden, zu beseitigen. Denn eine Zusammenarbeit zwischen Grün und Blau in Wien sei nach den Wahlergebnissen in Niederösterreich oder der Steiermark nicht mehr auszuschließen. „Wir wollen die Zukunft Wiens als Gesamtkunstwerk sichern und dafür brauchen wir ein Ergebnis, das gewährleistet, dass man nicht gegen die Sozialdemokratie regieren kann! Denn wir arbeiten für die Menschen und die Zukunft Wiens“, sagte Häupl.

Michael Häupl mit 95,8 Prozent wiedergewählt

Mit 95,8 Prozent der gültigen Delegiertenstimmen wurde Michael Häupl als Vorsitzender der SPÖ Wien wiedergewählt. Damit hat Häupl sein Ergebnis von 2013 (92,7 Prozent) deutlich übertroffen. Zur Wahl standen außerdem die fünf StellvertreterInnen des Vorsitzenden. Die Nationalratsabgeordnete Ruth Becher erhielt 90,5 Prozent der Stimmen, die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende, Vizebürgermeisterin Renate Brauner 80,0 Prozent, Gemeinderätin Kathrin Gaal 87,7 Prozent. Stadtrat Michael Ludwig erhielt 89,6 Prozent der gültigen Stimmen und für Stadträtin Sonja Wehsely stimmten 79,5 Prozent.