Mit Franz Kreuzer ging ein großer Sozialdemokrat und brillanter Kopf von uns

Mit großer Trauer nahm die SPÖ das Ableben von BM a.D. Franz Kreuzer zur Kenntnis. 1985 bis 1987 war Franz Kreuzer Bundesminister für Gesundheit und Umweltschutz. Davor war er Chefredakteur der „Arbeiterzeitung“ und Fernsehindendant.

„Mit Franz Kreuzer, der sowohl Politiker als auch Journalist mit Leib und Seele war, verliert Österreich einen großen Sozialdemokraten, einen brillanten Kopf und einen Idealisten mit unbestechlichem Verstand“, sagten Bundeskanzler Werner Faymann und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos.

"Franz Kreuzer war ein Politiker mit Idealismus sowie ein innovativer Journalist und Medienmann der trotzdem nie an Bodenhaftung verlor", betonte Budnesminister Josef Ostermayer. "Die hohe Kunst, den LeserInnen und ZuseherInnen die Welt der Politik, der Wissenschaft und der Philosophie zugänglich und verständlich zu machen, sei es als Autor oder als Moderator, beherrschte er vorzüglich", erklärte Ostermayer.

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser erklärte: „In seine Amtszeit fiel die tragische Atomkatastrophe von Tschernobyl, was wohl eine der größten Herausforderungen ist, vor die ein Gesundheitsminister gestellt werden kann. Kreuzer ist es jedoch gelungen, in Zeiten größter Verunsicherung, Sicherheit zu vermitteln und die richtigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten.“ Auch für entscheidende Maßnahmen und eine Aufklärungskampagne gegen AIDS zeichnete Kreuzer verantwortlich.

Von AZ und ORF in die Bundesregierung

Franz Kreuzer war von 1961 bis 1967 Chefredakteur der Arbeiterzeitung. Nach seinem Wechsel zum ORF wurde er Chefredakteur des aktuellen Dienstes. 1974 bis 1978 war er Fernsehintendant von FS 2 (heutige ORF 2). Die legendäre Sendung „Club 2“ wurde in der Zeit von Franz Kreuzer gemeinsam mit Kuno Knöbl begründet. 1984/85 war Franz Kreuzer Informationsintendant des Österreichischen Fernsehens.

In den Jahren 1985 bis 1987 war Franz Kreuzer Bundesminister für Gesundheit und Umweltschutz – zuerst in der Regierung Alfred Sinowatz (als Nachfolger von Kurt Steyrer), dann in der Regierung Franz Vranitzky. Danach war Kreuzer als freier Journalist und Autor tätig.