Papamonat, Babymonat, Gleichstellung

Gleichstellung: Babymonat im Öffentlichen Dienst kommt

Der Ministerrat hat beschlossen, den erfolgreichen Papamonat im öffentlichen Dienst im Rahmen der Dienstrechtsnovelle in einen Babymonat umzuwandeln. Damit werden gleichgeschlechtliche Paare heterosexuellen Eltern im Bundesdienst gleichgestellt.

Mit dem Babymonat besteht nun Rechtsanspruch auf eine Frühkarenz in der Dauer von bis zu vier Wochen auch für gleichgeschlechtliche Paare, die ein Baby bekommen oder bis zum 2. Lebensjahr adoptieren. „Der Papamonat für heterosexuelle Paare war ein erster wichtiger Schritt, ein Babymonat für homosexuelle Paare ist die logische Konsequenz, um auch der Lebensrealität von Regenbogenfamilien gerecht zu werden", sagt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Mit dem Babymonat gebe man nun beiden PartnerInnen die Möglichkeit, von Anfang an Verantwortung für das gemeinsame Kind zu übernehmen.

Privatwirtschaft gefordert

Die Ministerin sieht auch die Privatwirtschaft gefordert, einen Papamonat zu ermöglichen. Im Bundesdienst gibt es diesen bereits seit 2011. Im Jahr 2014 haben 353 Väter nach der Geburt ihrer Kinder den Papa-Monat im Öffentlichen Dienst in Anspruch genommen. Seit Beginn des Rechtsanspruchs 2011 waren es 1.083 Fälle. Ungefähr jeder achte Vater nimmt den Papa-Monat in Anspruch.

SoHo und SPÖ-Bundefrauen begrüßen Novelle

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner begrüßt, dass „der sehr erfolgreiche Papamonat“ im öffentlichen Dienst in einen Babymonat umgewandelt wird. „Wir SPÖ-Frauen richten ein großes Dankeschön an Staatssekretärin Sonja Steßl, die sich dafür eingesetzt hat", betont Brunner. Auch Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI Organisation und seine Stellvertreterin Michaela Menclik bedanken sich bei der Staatssekretärin für ihr Engagement: „Die ersten Wochen mit dem Kind gemeinsam zu verbringen, ist nunmehr auch für gleichgeschlechtliche Paare möglich. Die heute beschlossene Dienstrechtsnovelle ist somit ein weiterer Schritt in Richtung Gleichstellung, für die sich die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auch weiter einsetzen", so Traschkowitsch und Menclik.