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Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus: Wachsam sein!

Der 5. Mai ist in Österreich ein nationaler Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus und erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Bundeskanzler Werner Faymann betonte: „Auch heute müssen wir wachsam gegenüber Radikalisierung, Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus sein.“

Das Datum des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus bezieht sich auf die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 5. Mai 1945. Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung des KZ Mauthausen gedachte das Parlament heuer besonders der Überlebenden des NS-Terrors. Nach einleitenden Worten von Nationalratspräsidentin Doris Bures und Bundesratspräsidentin Sonja Zwazl hielt die Schriftstellerin Christine Nöstlinger eine Gedenkrede. Im Anschluss daran kamen vier Überlebende im Rahmen der für das Parlament adaptierten Fassung der Burgtheater-Produktion „Die letzten Zeugen“ zu Wort.

Kanzler Faymann: Gegen jede Form von Rassismus ankämpfen

Bundeskanzler Werner Faymann betonte anlässlich des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus, dass „uns die Geschichte mahnt, aus dem unvorstellbaren Unrecht und den unfassbaren Verbrechen an der Menschheit die richtigen Konsequenzen zu ziehen: Nämlich jede Form von Gewalt und Rassismus zu verurteilen und dagegen anzukämpfen“. Der Kanzler unterstrich außerdem: „Frieden gibt es nur, wenn es auch sozialen Frieden gibt. Denn nur, wenn wir uns in der Gesellschaft, in der wir leben, sicher und aufgehoben fühlen, können wir auch schauen, dass es anderen – und damit wieder uns allen – gut geht.“

Nationalratspräsidentin Bures: Niemals vergessen!

Nationalratspräsidentin Doris Bures betonte in ihrer Rede den Stellenwert einer starken Demokratie: „Die Geschichte zeigt: Diktatorische und faschistische Kräfte haben besonders leichtes Spiel, wenn sie auf eine schwache Demokratie stoßen. Deshalb ist es unser Auftrag, für eine starke Demokratie und einen funktionierenden Rechtsstaat Sorge zu tragen“. Bures betonte auch die Bedeutung von ZeitzeugInnen: „Nur, wenn wir wissen, was war und nur, wenn wir wissen, warum es war, können wir verhindern, dass wieder kommt, was niemals wieder sein darf! ‚Niemals vergessen‘ – das ist unser Versprechen. Es entstand aus der Bürde der Überlebenden, niemals vergessen zu können.“

Klubobmann Schieder: Auftreten gegen Faschismus tägliche Aufgabe

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder unterstrich aus Anlass des Gedenktags gegen Gewalt und Rassismus: „Das Auftreten gegen Rassismus und Faschismus muss eine tägliche Aufgabe sein und bleiben. Die Gräueltaten in den Konzentrationslagern des ‚Dritten Reichs‘ sind unvergleichlich. Gerade deshalb gilt es, sich dieser unvorstellbaren Taten zu erinnern und zu jeder Zeit mit aller Kraft gegen jede Form von Rassismus und Faschismus aufzutreten. Wir müssen die Lehren aus der Vergangenheit ziehen und uns auch heute für Freiheit und Demokratie einsetzen, wo immer es notwendig ist.“