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SPÖ fordert leistbares Wohnen für Junge

Die prekäre Situation am Wohnungsmarkt v.a. für junge Menschen war Thema einer Enquete des SPÖ-Klubs. Die SPÖ-Forderung: Ein neues Universalmietrecht soll die Mieten fairer und transparenter machen.

Unter dem Motto „Hobt’s ihr ka Wohnung?“ diskutierten Expertinnen und Experten unter Federführung von SPÖ-Wohn- und Bautensprecherin Ruth Becher und SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits die aktuelle Situation am Wohnungsmarkt und mögliche Lösungsvorschläge. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder verwies dabei in seinem Statement auf die starke Steigerung bei privaten Mietkosten: So sind die privaten Mieten in Wien seit 2004 um 28,6 Prozent, in Innsbruck sogar um 40 Prozent gestiegen.

Das stellt vor allem junge Menschen, die ihre erste Wohnung suchen und oft wenig Geld zur Verfügung haben, vor Probleme. Jugendsprecherin Katharina Kucharowits kennt die Lebensrealität vieler junger Menschen: Entweder es gibt in der Region gar keine Wohnungen, weil v.a. Einfamilienhäuser gebaut und gefördert werden, oder die Mieten sind zu teuer bzw. die notwendigen Eigenmittel für Genossenschaftswohnungen zu hoch. Ihre Forderung: „Wir müssen beim gemeinnützigen Wohnbau vom hohen Eigenmittel-Anteil wegkommen – 100 Euro pro m2 müssen genug sein.“ Wohnkosten sollten nicht mehr als ein Viertel des Einkommens ausmachen.

Um den stark steigenden Mieten im privaten Bereich entgegenzuwirken hat Wohn- und Bautensprecherin Ruth Becher vor einigen Monaten das SPÖ-Konzept für ein neues Universalmietrecht vorgelegt. Derzeit wird mit der ÖVP darüber verhandelt. Im SPÖ-Konzept eines Universalmietrechts wird die Normwohnung mit einem Mietpreis von 5,50 netto neu definiert.  Gewisse Standardausstattungen – Telefon- und Internetanschluss – sind in diesem Mietpreis enthalten, ebenso durchschnittliche Lage und zumindest Energieklasse C. Die Zuschläge sind im Konzept schmal gehalten, überschaubar und gesetzlich verankert. Nadja Shah von der Mietervereinigung begrüßte das Konzept als „modern und gerecht“. Es sei wichtig, dass sich die MieterInnen ihren Mietzins „auf einen Blick“ ausrechnen können. 

Hier finden Sie detaillierte Informationen zum SPÖ-Konzept Universalmietrecht sowie einen Mietpreisrechner.