Überstunden; Arbeitsplätze,

„Überstunden-Euro“ für mehr Arbeitsplätze

Mit dem „Überstunden-Euro“ solle ein Anreiz geschaffen werden, die Mehrarbeit auf zusätzliche Mitarbeiter zu verteilen. Konkret könnten nach Berechnungen des Sozialministeriums bis zu 8.300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer erklärte in der ORF-Pressestunde, dass es in Österreich 270 Mio. Überstunden jährlich gibt und Österreich damit die zweithöchste wöchentliche Arbeitszeit in Europa aufweist. Mit dem Geld, das an die Krankenversicherungen transferiert werden würde, sollen – so der Vorschlag des Sozialministers – die Krankenversicherungsbeiträge im Gegenzug für alle ArbeitnehmerInnen um ein Zehntel abgesenkt werden.

Das ergibt zugleich aber auch einen massiven Anreiz, anstatt der teuren Überstunden mehr Beschäftigte einzustellen. „Ich ersuch den Koalitionspartner in der Sache um konstruktive Gespräche. Nur mit Blockadepolitik der Wirtschaft und Jammern kommt man nicht durch die Krise. Es sind Arbeitsplätze und Konsum, die die Wirtschaft ankurbeln. Ich hoffe, dass das auch in Sachen Bonus-Malus-System endlich von der Wirtschaft eingesehen wird", begrüßt SPÖ-Seniorensprecher Johann Hell den Vorschlag des Sozialministers.