Kinder und Jugendliche vor dem Raucheinstieg schützen

Anlässlich des Weltnichtrauchertages hat Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser eine neue Initiative vorgestellt, die Kinder und Jugendliche vor dem Griff zum Glimmstängel schützen soll. Neben dem kommenden generellen Gastro-Rauchverbot eine weitere wichtige Maßnahme zur Rauchprävention.

„Leb dein Leben. Ohne Rauch. YOLO!“, so lautet der Name der neuen Initiative, die die Gesundheitsministerin in Auftrag gegeben hat. Die Abkürzung „YOLO“ bedeutet „You Only Live Once“, „Du lebst nur einmal“, und bringt das jugendliche Lebensgefühl des Lebens im Hier und Jetzt zum Ausdruck. Angesprochen werden mit der Initiative Zehn- bis 14-Jährige, die vor dem Raucheinstieg geschützt werden sollen. Denn laut einer Erhebung der Europäischen Kommission haben zehn Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben vor ihrem 15. Geburtstag mit dem regelmäßigen Rauchen begonnen. „Dieselbe Studie zeigt, dass Österreich beim niedrigsten Einstiegsalter den traurigen Platz 8 innerhalb der EU-27 einnimmt. Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, das zu ändern“, erläutert Ministerin Oberhauser ihren Beweggrund zur Initiierung der Kampagne.

Facebook, WhatsApp und Infoabende für Eltern

Ziel der Initiative ist es, den Einstieg ins Rauchen so früh wie möglich zu verhindern. Die Initiative spricht die Jugendlichen daher „dort an, wo sie sich am häufigsten aufhalten: im Internet, in den Sozialen Medien sowie in der Schule“, sagt SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger. Für Oberhauser ist wichtig: „Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger wollen wir unsere Kids vom Rauchen abhalten, sondern durch Kommunikation.“

Die Initiative läuft von Mai bis Dezember 2015 online über www.yolo.at und auf Facebook; für  Kinder und Jugendliche vorrangig über die Nachrichten-App „WhatsApp“ und in den Schulen. Eltern werden bei Informationsabenden in den Schulen erreicht, alle Erwachsenen über Arztpraxen und Apotheken informiert.

Generelles Gastro-Rauchverbot nützt allen Seiten

Es ist wichtig, beim Nichtraucherschutz und bei der Rauchprävention auf mehreren Ebenen anzusetzen. Dem Schwerpunkt Tabakprävention bei Kindern und Jugendlichen ist die Einigung über das generelle Rauchverbot in der Gastronomie vorangegangen, das laut Spindelberger besonders wichtig für den Gesundheitsschutz ist. „Das Rauchverbot nützt allen Seiten: Die MitarbeiterInnen in der Gastronomie werden den gefährlichen Schwaden nicht mehr ausgesetzt und auch die Gäste müssen ihre Mahlzeit nicht mehr im Rauch zu sich nehmen.“ Zudem hätten die Wirtinnen und Wirte endlich Rechtssicherheit und durch die Gültigkeit des Rauchverbots in allen Lokalen, in denen es Speisen gibt, auch gleiche Wettbewerbsbedingungen.

Rauchhäufigkeit geht durch Gastro-Rauchverbot zurück

Die Erfahrungen anderer Länder haben gezeigt, dass mit dem Gastro-Rauchverbot auch die Rauchhäufigkeit zurückgeht. „Je weniger Gelegenheit die Menschen zum Rauchen haben, desto weniger tun sie es auch“, betont Spindelberger. In Italien etwa hat das strenge Rauchergesetz zu einem Rückgang des Tabakkonsums von rund 25 Prozent geführt.         

Weltnichtrauchertag

Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai ist Anlass, auf die Gefahren des Rauchens hinzuweisen, den Nichtraucherschutz zu stärken und entsprechende  Initiativen vor den Vorhang zu holen. Heuer steht der Weltnichtrauchertag unter dem Motto „E-Zigaretten und E-Shishas: Chemie für die Lunge!“. Auch die Konsumation dieser Varianten soll unter das generelle Rauchverbot in der Gastronomie fallen.

Alles zur Rauchpräventions-Kampagne „YOLO“ auf der Website der Initiative.