Bayr: Kinder vor Ausbeutung schützen

215 Millionen Kinder arbeiten weltweit, oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit fordert Petra Bay, Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die Einhaltung gewisser Mindeststandards und Perspektiven.

„Dass 215 Millionen Kinder auf der Welt unter teilweise menschenverachtenden Umständen arbeiten, ist inakzeptabel", stellt Petra Bay klar. Oft müssen die Kinder ausbeuterische Arbeitsverhältnisse eingehen, sich bei der Arbeit in Gefahr bringen und werden zu wenig entlohnt. „Dass Kinder in vielen Teilen der Welt arbeiten müssen, ist Realität“, sagt Bayr. Es müsse dabei aber sichergestellt werden, dass „Zeit für Bildung bleibt, die Kinder angemessen entlohnt werden und sie durch die Arbeit keinen körperlichen und seelischen Gefahren ausgesetzt sind", fordert Bayr die Einhaltung gewisser Mindeststandards und die Chance auf eine Zukunftsperspektive.

Kinder anhören

Die Kindernothilfe führt derzeit die Kampagne "Zeit zu reden" durch. Ziel der Kampagne ist es, die bislang vernachlässigte Perspektive arbeitender Kinder im Hinblick auf ihre Situation, die Ursachen von Kinderarbeit und entsprechende Lösungsvorschläge zu sammeln. Gemeinsam mit den betroffenen Kindern sollen die Ergebnisse bei einer Weltkonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu Kinderarbeit im Jahr 2017 präsentiert werden. "Es ist unerlässlich, die Forderungen der Kinder zu hören und zu berücksichtigen, wenn es um Kinderarbeit geht. Die Kindernothilfe macht es in diesem Fall möglich", begrüßt Bayr die Kampagne.