Neue Basis für Sexualpädagogik und Politische Bildung

Das Bildungsministerium hat gleich zwei neue Grundsatzerlässe in Geltung gebracht: Sowohl die Sexualpädagogik als auch die Politische Bildung werden an die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des 21. Jahrhunderts angepasst.

„Der neue Erlass hat eine moderne, zeitgemäße Sexualpädagogik zum Ziel. Kindern und Jugendlichen soll ein verantwortungsvoller Umgang miteinander und auch ein selbstbewusster Zugang zum eigenen Körper vermittelt werden. Sexualpädagogik muss immer altersadäquat gestaltet werden und sich an der Lebensrealität von Kindern und jungen Menschen orientieren“, sagt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek über den neuen Grundsatzerlass zur Sexualpädagogik. 

Der ursprüngliche Erlass stammt aus dem Jahr 1970 und wurde zuletzt 1990 überarbeitet. „Der Vorschlag zur Aktualisierung wurde von ExpertInnen erarbeitet und danach breiten Kreisen zur Diskussion vorgelegt“, berichtet Heinisch-Hosek. Unter anderem wurden Stellungnahmen von Elternverbänden und zahlreichen Institutionen aus dem Bereich der Gesundheitspolitik und Jugendarbeit eingeholt. „Wir haben bewusst einen offenen und wertschätzenden Prozess gewählt und die Meinung von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen eingeholt“, betont die Ministerin.

Politische Bildung wesentlich in einer Demokratie

In dem Grundsatzerlass zur Politischen Bildung sieht Heinisch-Hosek einen wesentlichen Beitrag zum Bestand und zur Weiterentwicklung der Demokratie. „Bei Politischer Bildung geht es ganz zentral auch darum, junge Menschen darin zu unterstützen, sich aktiv in die Gesellschaft und in ihrem Lebensraum einzubringen“, sagt die Ministerin. „Junge Menschen können ab 16 wählen. Wir dürfen sie mit dieser Verantwortung nicht alleine lassen. Politische Bildung muss über die Vermittlung von grundlegenden Informationen hinausgehen und auch das Erlernen eines kritischen und verantwortungsbewussten Umgangs mit Informationen umfassen“, fordert Heinisch-Hosek.

Alle Informationen zu den beiden neuen Grundsatzerlässen gibt es auf der Website des Bildungsministeriums.