OECD: Steuerreform stärkt Kaufkraft und Nachfrage

Die OECD hat in ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht die jüngst beschlossene Steuerreform gelobt.

Die beschlossene Senkung der Lohnsteuer sei ein wichtiger Schritt zur Senkung der Steuerquote, sagt der stellvertretende OECD-Generalsekretär Stefan Kapferer. Er fordert sogar, dass Österreich Steuern und Sozialabgaben für Geringverdiener über die für 2016 geplanten Reformen hinaus senken sollte.

Kanzleramtsstaatssekretärin Sonja Steßl begrüßte anlässlich der Präsentation des OECD-Berichts besonders die Tatsache, dass die positiven Effekte der Steuerreform seitens der OECD-Ökonomen besonders betont wurden. „Wir haben mit der Erhöhung der Negativsteuer genau das gemacht, was die OECD empfiehlt, nämlich die steuerliche Belastung des Faktors Arbeit vor allem für geringe Einkommen durch einen teilweisen Erlass der Sozialversicherungsbeiträge deutlich gesenkt. Dies steigert die Kaufkraft, die Nachfrage und somit auch Wachstum und Beschäftigung“, sagte die Staatssekretärin.

Auch im Sinne von Gendergerechtigkeit und zusätzlicher Erwerbsanreize ist die Steuerreform positiv zu bewerten. „Wir haben die Negativsteuer mehr als verdreifacht, sie erstmals auch für Pensionistinnen und Pensionisten verfügbar gemacht und einen Teil der Entlastung bereits für das Veranlagungsjahr 2015 ermöglicht. Durch diese höhere Negativsteuer wird ein Teil der Sozialabgaben einer zusätzlich angenommenen Arbeitsstunde wieder rückerstattet.“ Auch dadurch entstehe über das Jahr gerechnet per Saldo eine Entlastung. Dadurch erhöhe sich aus rein steuerlicher Sicht der Anreiz, etwa in Teilzeit zusätzliche Arbeitsstunden anzunehmen. Staatssekretärin Steßl: „Wir hoffen dadurch auch auf einen Anstieg der Erwerbsquote, vor allem jener der Frauen.“