Anreizsystem für Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen

In der aktuellen Stunde des Bundesrats am 23. Juli thematisierten die SPÖ- Abgeordneten Reinhard Todt und Inge Posch-Gruska die Altersarbeitslosigkeit. Ein Anreizsystem für ArbeitgeberInnen, um ältere Beschäftigte einzustellen und zur Eröffnung von Weiterbildungsmöglichkeiten sei dringend erforderlich.

Die Generation 50 plus ist am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen. Die Bundesrätin Inge Posch-Gruska erklärt: „Jeder vierte Arbeitslose und beinahe jeder zweit Langzeitarbeitslose  in Österreich ist über 50 Jahre alt.“ Die Einführung eines Bonus-Malus Systems, welches ArbeitgeberInnen dafür belohnt, ältere ArbeitnehmerInnen eine Zukunft zu bieten und solche zur Kasse bittet, die dies verweigern, sei längst „überreif“, betont Todt. Schuld an der hohen Altersarbeitslosigkeit ist unter anderem die „zu alt – zu teuer“ Mentalität in den Personalbüros.

Eine Arbeitszeitverkürzung wäre eine Möglichkeit, um die Herausforderungen der Altersarbeitslosigkeit auf sozialer und finanzieller Ebene einzudämmen. "Immer weniger Menschen müssen immer mehr Arbeit erledigen. Auch dagegen kann eine Arbeitszeitverkürzung einen nützlichen Dienst erweisen", bekräftigt Posch-Gruska. Ältere ArbeitnehmerInnen, die oftmals unverschuldet den Job verlieren, sehen sich nicht mehr als wertvoller Teil der Gesellschaft.

„Der Kampf gegen Arbeitslosigkeit war, ist und bleibt einer der zentralen Schwerpunkte der Bundesregierung“, bekräftigt Todt. Sein Dank gilt Sozialminister Hundstorfer, der sich aktiv für die Bekämpfung der Altersarbeitslosigkeit einsetzt. „Die Bundesregierung bringt im nächsten Jahr 100 Millionen Euro mehr für die Förderung der Generation 50 plus auf den Weg“, freuen sich Toth und Posch-Gruska.