SPÖ gedenkt des 1. Todestags von Barbara Prammer

Die ehemalige Nationalratspräsidentin und stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende Barbara Prammer ist am 2. August 2014 verstorben. Die Sozialdemokratie gedenkt einer großartigen Politikerin.

SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann betont, dass „wir uns oft und in steter Dankbarkeit an Barbara Prammer, einer großen Tochter der Republik Österreich und der sozialdemokratischen Bewegung, erinnern“. Prammer sei auch aufgrund ihres antifaschistischen und feministischen Engagements, ihrer Beharrlichkeit und ihrer vehementen sozialdemokratischen Grundhaltung ein Vorbild für viele Österreicherinnen und Österreicher.

Nationalratspräsidentin Doris Bures erklärt bei einer Kranzniederlegung anlässlich des 1. Todestages: „Barbara Prammer ist unermüdlich und mit ganzer Tatkraft für die Weiterentwicklung des Parlamentarismus eingetreten, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Als Nationalratspräsidentin hat sie den Parlamentarismus in Österreich nachhaltig geprägt und die Öffnung des Hohen Hauses vorangetrieben. In Erinnerung bleiben wird Prammer vor allem auch für ihr konsequentes Eintreten gegen das Vergessen nationalsozialistischer Gräueltaten.“

SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erklärt: „Barbara Prammer war eine überzeugte und leidenschaftliche Frauenpolitikerin und Demokratin. Sie hat sich mit großer Beharrlichkeit für die Grundwerte unseres Staates eingesetzt und damit viele Menschen tief bewegt.“

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder würdigt die ehemalige Nationalratspräsidentin als Vorbild für Offenheit und Dialogbereitschaft. „Barbara Prammer war Zeit ihres Lebens eine Politikerin, die sich den Grundwerten unserer Gesellschaft – Freiheit, Gleichheit, Gewaltlosigkeit, Toleranz und Solidarität – verpflichtet sah.“ Barbara Prammer habe den österreichischen Parlamentarismus modernisiert. „Sie hat mit ihrer Dialogfähigkeit eine Reform des Parlamentarismus und die Neuordnung der Untersuchungsausschüsse mit auf den Weg gebracht.“

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid betont: „Barbara Prammer hat eine große Lücke in der österreichischen Politiklandschaft hinterlassen. Sie war eine menschliche Größe, eine Ausnahmepolitikerin und eine herausragende Vertreterin der Sozialdemokratie. Ihr frauenpolitisches und antifaschistisches Engagement, ihr Kampf für Chancengleichheit und Menschenrechte werden unvergessen bleiben.“

Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und persönlicher Freund Prammers erklärt: „Der Tod von Barbara Prammer, dieser starken Ausnahmepersönlichkeit, dieser so großen Politikerin, dieser wunderbaren Frau hat eine Lücke hinterlassen, die ewig bestehen wird! Ihr Verlust war ein unersetzbarer für ganz Österreich. Ein Verlust für unser Land, für die Sozialdemokratie und für den Pensionistenverband, in dem unsere Barbara Mitglied und starke Mitstreiterin war.“