Große Mitgliederbefragung gibt Rückenwind für SPÖ-Kernforderungen

Um herauszufinden, was ihre Mitglieder über das Thema Bildung denken, hat die SPÖ Ende Juli eine große Online-Umfrage durchgeführt. Das Feedback war groß – fast 5.000 Mitglieder haben an der Umfrage teilgenommen.

„Die Umfrage gibt kräftigen Rückenwind für unsere Kernforderungen“, betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid bei der Präsentation der Ergebnisse gemeinsam mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Bis zum 17. November will die SPÖ „mit ganzer Energie und Kraft“ an der Bildungsreform arbeiten, um „das Beste für unsere Kinder zu erreichen“. Am 5. September wird die SPÖ der Bildungspolitik auch einen sogenannten Themenrat widmen – „also eine Art kleiner Bundesparteitag“, berichtete Schmid.

Das Spektrum bei der Online-Umfrage war groß: Der Kindergarten war genauso Thema wie die Ganztagsschule oder die gemeinsame Schule.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Wenn es um die Frage nach chancengerechter Bildung geht, ist die Haltung der SPÖ-Mitglieder klar: 96 Prozent sagen, dass das Schulsystem auf Chancengerechtigkeit setzen soll.
  • Mehr als drei Viertel (78 Prozent) finden, dass die Schülerinnen und Schüler mit zehn Jahren viel zu früh getrennt werden.
  • 86 Prozent sagen, dass die SPÖ mehr Druck für die gemeinsame Schule machen soll.
  • 90 Prozent wollen den verstärkten Ausbau von verschränkten Ganztagsschulen
  • 87 Prozent der Befragten halten die langjährige SPÖ-Forderung nach einem zweiten verpflichtenden Gratis-Kindergartenjahr für alle für eine sinnvolle Maßnahme.

Alle Details zur Mitgliederbefragung finden Sie in der Presseunterlage.

"Das ist für uns ein Auftrag, wir nehmen diese Ergebnisse sehr ernst“, sagte Schmid. So sei der zügige Ausbau ganztägiger Schulformen, so wie es auch im Regierungsprogramm fixiert wurde, voranzutreiben. Auch für die Einführung eines zweiten verpflichtenden Gratis-Kindergartenjahres für alle wird sich die SPÖ weiter engagieren. Insgesamt versteht der SPÖ-Bundesgeschäftsführer die Ergebnisse der Befragung als klaren Auftrag, die Bildungsreform voranzutreiben. Hier appelliert Schmid an den Koalitionspartner: „Die westlichen Bundesländer und der Wirtschaftsflügel erkennen bereits in vielen Punkten den Reformbedarf, zum Beispiel in Sachen gemeinsamer Schule. Der Rest der ÖVP sollte sich anschließen. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen ein modernes, chancengerechtes Bildungssystem“, hielt Schmid fest.