„Haus der Geschichte“ wird in der Neuen Burg errichtet

Das „Haus der Geschichte“ wird an einem ebenso historischen wie symbolträchtigen Ort realisiert: In der Neuen Burg, Teil der Hofburg am Wiener Heldenplatz, soll das neue Museum ab 2018 seinem Publikum eine Auseinandersetzung mit der Geschichte Österreichs ermöglichen.

„Ich freue mich, dass wir nun das Konzept für ein Haus der Geschichte vorstellen können, das seit dem Frühjahr eine internationale ExpertInnengruppe unter der Leitung von Oliver Rathkolb erarbeitet hat“, sagte Kulturminister Josef Ostermayer bei der Präsentation des Konzepts gemeinsam mit Staatssekretär Mahrer. „Mit dem Haus der Geschichte in der Neuen Burg, dem Bekenntnis, die Neue Burg und den Standort Heldenplatz neu zu denken, setzen wir ein starkes Signal. Ich bin überzeugt, dass es eine wichtige Aufgabe unserer Generation ist, einem möglichst breiten Publikum eine Auseinandersetzung mit der Geschichte Österreichs im europäischen und internationalen Kontext zu ermöglichen“, betonte Ostermayer.

Kompetenzzentrum auf 3.000m²

Das Haus der Geschichte wird – wie auch der ExpertInnen-Beirat empfiehlt – auf rund 3.000m² im ersten Obergeschoss in der Neuen Burg realisiert werden. Der inhaltliche Schwerpunkt werde der Zeitraum 1918 bis heute sein – jedoch ausgehend von 1848. Ziel ist es, rechtzeitig zum Republiksjubiläum 2018 fertig zu werden. Das Haus der Geschichte soll als Kompetenzzentrum ausgeführt werden. Mittels Sonderausstellungen, ZeitzeugInnen-Gesprächen und interaktiven Vermittlungsformaten sollen die BesucherInnen der heimischen Geschichte auf die Spur kommen.

Inhaltlich eigenständige Einrichtung im Verbund der ÖNB

Ostermayer kündigte eine Änderung des Bundesmuseengesetzes an, das die organisatorische Gestaltung des Hauses der Geschichte ermöglichen soll. Das Haus der Geschichte wird organisatorisch eine inhaltlich eigenständige Einrichtung im Verbund der Österreichischen Nationalbibliothek werden. "Der Vorschlag ist, dass wir Synergien nutzen, dass es aber einen eigenständigen Direktor, ein eigenes Budget, einen eigenen wissenschaftlichen Beirat und zur Einbindung der Zivilgesellschaft auch einen Publikumsbeirat geben soll", sagte Ostermayer. Vorgesehen ist außerdem die Etablierung einer eigenen Sammlung.

Weitere Informationen – einschließlich der Umsetzungsstrategie und des Raumkonzepts – finden sich auf der Webseite des Bundeskanzleramts.