Weltfrauenkonferenz: SPÖ für Stärkung der Frauenrechte

Mehr als 300 GewerkschafterInnen aus aller Welt nahmen an der Eröffnung der ersten Weltfrauenkonferenz des Dachverbandes der Metall-, Chemie-, Energie-und Textilgewerkschaften (IndustriALL Global Union) in Wien teil. SPÖ-RegierungsvertreterInnen forderten die Stärkung von Frauenrechten.

Im Zentrum der dreitägigen Konferenz stehen Beratungen über Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Gewalt gegen Frauen weltweit. Sabine Oberhauser, Gabriele Heinisch-Hosek, Rudolf Hundstorfer und Sonja Steßl sprachen Begrüßungsworte. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser betonte, dass Frauenfragen keine Nebensächlichkeit sein dürfen. Frauen seien im Zuge der anhaltenden Weltwirtschaftskrise besonders oft von Arbeitslosigkeit betroffen. Auch die aktuelle Flüchtlingslage zeige die schwierige Situation besonders der Frauen, die sich mit Kindern auf die Flucht begeben. Zum Thema Gesundheit und Frauen betonte die Ministerin, dass hierfür gute Arbeitsbedingungen auschlaggebend seien. Nicht zuletzt der Fabrikhalleneinsturz in Bangladesch habe gezeigt, unter welch verheerenden Umständen Frauen und Kinder weltweit arbeiten müssen. Doppelt- und Dreifachbelastungen durch Arbeit, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen lassen Frauen oft schneller krank werden als Männer, hier müsse entgegengewirkt werden.

Einkommensschere muss geschlossen werden

"Wir leben in einem Land, in dem wir legistisch gesehen vollkommende Gleichheit haben", betonte Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer. „in der Realität müssen wir allerdings feststellen, dass etwa die Frage des gleichen Einkommens immer noch ein Problem darstellt." Es sei ein "ständiger Prozess, dass die Einkommensschere kleiner wird", unterstrich Hundstorfer. Auf europäischer Ebene wird sich Österreich auch künftig für die Rechte der Frauen und eine bessere Lebenssituation dieser einsetzen. Ein ausreichender Mutterschutz, ein Eltern Karenzurlaub oder auch die Teilhabe von Männern an der Kinderbetreuung, sind notwendige Schritte.

Aufklärung über Frauenrechte vorantreiben

Bildungsministerin Gabriele- Heinisch Hosek machte darauf aufmerksam, dass Frauen in manchen Teilen Welt immer noch keinen Zugang zur Bildung haben. Auch sexuelle Gewalt gegen Frauen steht in vielen Ländern nach wie vor an der Tagesordnung und das liegt zum Großteil an der fehlenden Aufklärung über Frauenrechte. Gabriele Heinisch- Hosek erinnerte: „"Frauenrechte sind Menschenrechte." Als solche seien sie unteilbar und nicht verhandelbar. "Frauenrechte sind aber auch Arbeitnehmerinnenrechte und die sind verhandelbar", stellte Heinisch-Hosek klar. "ArbeitnehmerInnrechte müssen global diskutiert werden", forderte die Ministerin und bednakte sich für das weltweite Engagement der GewerkschafterInnen. „Nur durch den Druck der Gewerkschaften kann es gelingen, Verbesserungen hervorzubringen. Gesetze müssen in der Realität mit Leben gefüllt werden", hielt die Ministerin fest.

Europäische Solidarität bei Flüchtlingen

Staatssekretärin Sonja Steßl sprach die Flüchtlingsthematik an. „Österreich steht zum Recht auf Asyl als Menschenrecht. Das haben wir auch in der Vergangenheit bewiesen“, betonte Steßl. Auch die Europäische Union muss sich um die Flüchtlinge annehmen und zeigen, dass sie den Friedensnobelpreis verdient hat. Staatsekretärin Steßl bedankt sich bei all jenen, die in dieser Krise den Asylsuchenden helfen. Sie setzt sich dafür ein, dass wir auch in Zukunft „Gleichberechtigung leben“ und fordert in diesem Zusammenhang eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte in der Wirtschaft.

Service: Mehr Informationen zur Weltfrauenkonferenz der IndustrieALL Global Union unter http://www.industriall-union.org