Österreich investiert in neue Technologien

Technologieminister Alois Stöger verkündete eine Aufstockung des Beitrages zur europäischen Trägerrakete Ariane 6. Das Ministerium geht davon aus, dass diese Beteiligung der österreichischen Wirtschaft in etwa eine halbe Milliarde Euro bringen wird.

Technologieminister Alois Stöger traf in Wien mit dem neuen Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Johann-Dietrich Wörner, zusammen. Er erklärte, dass der Beteiligungsbeitrag Österreichs an der neuen Ariane 6 Rakete auf 26,2 Millionen Euro aufgestockt werden wird, um die Produktionsumsätze in Österreich zu steigern. Führende österreichische Technologieunternehmen, wie das Wiener High-Tech Unternehmen TTTech, werden künftig an der Ariane 6 Rakete mitarbeiten. Die Rakete soll ab 2020 eingesetzt werden und ein zentrales Bestandteil der Europäischen Raumfahrt sein. Bundesminister Stöger möchte in diesem Bereich weitere Projekte forcieren. Er kündigte die Vorbereitung einer Weltraum-Bildungsreinrichtung und ein Gründerzentrum für Weltraumtechnologie an.

Österreich wichtiger Partner in der Technologie

Der neue Generaldirektor der ESA strich die gute Zusammenarbeit mit Österreich hervor und betonte, dass Österreich eine tragende Rolle durch herausragende Expertisen in den Weltraumwissenschaften, Satellitenanwendungen und als Entwickler von kritischer Technologie spiele. Österreichische Systeme befinden jetzt schon an Bord europäischer Raketen und in Zukunft sollen noch mehr österreichische Instrumente mitfliegen.

Heimische Wirtschaft profitiert von der Beteiligung

Die Österreichische Wirtschaft profitiert von der Beteiligung an diesem europäischen Projekt in mehrerlei Hinsicht. In den kommenden Jahren sollen bis zu 30 Firmengründungen durch die Initiativen von Minister Stöger ermöglicht werden. Alois Stöger möchte moderne Technologien auch in die Bildung einfließen lassen. Das „European Space Education Research Office-Austria“ (ESERO) soll junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern. „Wir wollen den Weltraum in unsere Schulen bringen. Wir haben auch bereits einen besonders attraktiven Standort gefunden“, teilte Stöger mit.

Österreich treibt eigene Projekte voran

Stöger verwies auch auf die Ausschreibung des nationalen Weltraumprogrammes ASAP. Die Ausschreibung umfasst insgesamt 7,5 Millionen Euro, die Schwerpunkte dabei liegen in der Entwicklung und dem Bau eines Nanosatelliten. In diesem Zusammenhang wird es auch tiefgehende Kooperationen mit der Schweiz und Deutschland geben. Stöger bekräftigt: „Eine aktive Weltraumpolitik ist eine effektive Industriepolitik.“