SPÖ bleibt klar die stärkste Kraft in Wien!

Die SPÖ bleibt die Nummer eins in Wien. Das steht mit dem Ergebnis der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien – die SPÖ hat 39,6 Prozent der Stimmen erhalten – fest.

Bürgermeister Michael Häupl sagte in einer ersten Stellungnahme: "Die Flüchtlingsfrage war nicht mein Wunschthema, aber wenn Menschen zu uns kommen, die vor Mord, Terror und Hunger flüchten, dann ist es selbstverständlich, dass man ihnen hilft. Das habe ich mein ganzes Leben vertreten und tue das auch jetzt. Das ist keine Zuspitzung, sondern das war und ist immanent bei mir."

Zu möglichen Koalitionen sagte der Bürgermeister, dass es in der kommenden Woche Gespräche mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien geben wird. Eine Koalitionsbildung mit den Freiheitlichen schließt Häupl aber aus: "Was ich vor der Wahl gesagt habe, gilt auch nach der Wahl. Ich bin gegen politische Zwangsehen, wenn ich klar inhaltlich begründe, warum nicht."

Faymann: Es geht darum, Haltung zu zeigen

Bundeskanzler Werner Faymann zeigte sich über das Ergebnis erfreut. „Es ist ein tolles Ergebnis. Ich gratuliere Bürgermeister Michael Häupl. Er hat in schwierigen Zeiten einer Wirtschafts- und Flüchtlingskrise ein beachtliches Ergebnis erreicht.“ Faymann betonte: „Es hat sich gezeigt, Anständigkeit, Geradlinigkeit zahlen sich aus – damit kann man auch in diesen schwierigen Zeiten der Wirtschafts- und Flüchtlingskrise fast 40 Prozent bekommen und erster werden. Michael Häupl ist geradlinig geblieben, er hat sich für Menschlichkeit eingesetzt und er hat sich von Umfrageinstituten nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

In Bezug auf die Bundesebene bedeutet das Ergebnis, dass man weiterhin auf sozialen Zusammenhalt sowie auf eine Bildungsreform setzen wird: „Wir werden in der Frage der Flüchtlinge weiter Haltung zeigen", sagte Faymann.

Schmid: Eine Politik, die auf Menschlickeit und Aufrichtigkeit basiert

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid spricht von einem „deutlichen Wähler-Votum“ und einer „klaren Bestätigung, wer die Nummer eins in Wien ist“. „Die Wähler sind der Souverän in Wien und sie haben unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen eine deutliche Entscheidung getroffen“, sagte Schmid und gratulierte Bürgermeister Michael Häupl herzlich. „Häupl hat gemeinsam mit Bundeskanzler Werner Faymann eine Politik in den Vordergrund gerückt, die auf Menschlichkeit, auf Humanität und Aufrichtigkeit basiert“, ist der SPÖ-Bundesgeschäftsführer überzeugt. Dafür gelte ihnen der Respekt der gesamten Sozialdemokratie! Die SORA-Untersuchung von heute Nachmittag hat gezeigt, dass für 62 Prozent der befragten WählerInnen die Haltung der Parteien in der Flüchtlingspolitik ausschlaggebend für die Wahlentscheidung gewesen sei.

Wiener SPÖ-Landesparteisekretär, LAbg. Georg Niedermühlbichler betonte: "Wir haben an Profil gewonnen. Wir haben für Haltung und für Menschlichkeit gekämpft. Wir haben den Auftrag bekommen, für weitere fünf Jahre den Bürgermeister zu stellen. Und wir haben dafür den besten Bürgermeister – das sagen auch die Wienerinnen und Wiener."