Österreich bezieht klare Haltung gegenüber dem Terror

Bundeskanzler Werner Faymann appellierte bei einer parlamentarischen Gedenkveranstaltung anlässlich der Terroranschläge in Paris für ein Zusammenrücken und machte klar: „Österreich ist ein neutrales Land, aber nicht neutral gegenüber dem Terror.“

Die Einladung zu diesem Gedenken in der Säulenhalle des Parlaments anlässlich der Terroranschläge in Paris vom 13. November, unter anderen auch mit Bundespräsident Heinz Fischer und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, erfolgte seitens der Nationalratspräsidentin Doris Bures und des Bundesratspräsidenten Gottfried Kneifel.

Es ist das Gebot der Stunde, auf den Terror durch einen Schulterschluss, durch ein Zusammenrücken und durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit unserer Wertehaltung zu reagieren. Wir wollen gemeinsam vorgehen, wo es um polizeiliche Zusammenarbeit geht und wo es um verstärkte Sicherheit und Aufklärung geht", sagte Bundeskanzler Werner Faymann bei der Gedenkveranstaltung.

Jene Kräfte stärken, die dem Zusammenhalt den Vorrang geben

„Österreich ist ein neutrales Land, aber nicht neutral gegenüber dem Terror – es bezieht eine klare Haltung“, betonte Faymann. Unser Militär sei etwa in friedenserhaltenden Missionen mit einer sehr klaren Botschaft im Einsatz. „Wir werden jene gesellschaftspolitischen Kräfte stärken, die dem Zusammenhalt den Vorrang geben gegenüber jenen, die den Hass fördern“, leitete Faymann auf die Bedeutung der Glaubensgemeinschaften in Österreich über, mit denen man eine respektvolle Art der Zusammenarbeit gefunden habe, wodurch sich ein konstruktiver und fruchtvoller Dialog ergebe.

„In einer Zeit, in der wir auch zum Thema Menschenrechte und Menschenwürde auf dem Prüfstand stehen, zeigt sich bei der Hilfe für Schutzsuchende, ob wir in der Lage sind, dieses Menschenrecht zu leben. Eine Wertehaltung zu verteidigen ist auch eine Frage der Taten. Die Grundlage für ein friedliches Europa ist ein faires, respektvolles Europa des Zusammenhalts. Viele Aufgaben können wir politisch und gesellschaftspolitisch leisten, um zu zeigen, dass uns Gewalt, Hass und Terror nicht einschüchtern können“, sagte der Bundeskanzler.