Die SPÖ feiert 10 Jahre Bundestierschutzgesetz

Österreich ist in Sachen Tierschutz Vorreiter innerhalb der EU. Auf der SPÖ-Festveranstaltung „10 Jahre Bundestierschutzgesetz“ im Parlament zieht SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck Resümee: Es ist schon vieles erreicht, aber einige Herausforderungen liegen noch vor uns.

SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck fasst bei der Eröffnung der SPÖ-Festveranstaltung die Ziele des Tierschutzgesetzes zusammen: „Es ist Hauptziel des Gesetzes, den Schutz, das Leben, sowie das Wohlbefinden von Tieren in den Mittelpunkt zu stellen. Gleichzeitig geht es um die Befriedigung der Bedürfnisse der Tiere und die Vermeidung jeglicher Art von Schäden, Leiden oder Ängsten.“

Die Vorarbeiten zum Bundestierschutzgesetz, das nun seit zehn Jahren besteht und wirkt, begannen 1996. In diesem Jahr haben fast  460.000 Menschen das Tierschutz-Volksbegehren unterzeichnet wurde. Erst 2005 trat ein umfassendes und strenges Gesetz in Kraft. Österreich wurde in Sachen Tierschutz zum Vorreiter innerhalb der EU.

Davor gab es in Österreich für neun Bundesländer zehn Tierschutzgesetze – denn Salzburg hatte sogar zwei. Das neue Tierschutzgesetz brachte eine Vereinheitlichung der Gesetzgebung auf gesamtstaatlicher Ebene.

„Viele weitere Maßnahmen in den vergangenen Jahren haben dazu beigetragen, dass Österreich weiterhin den Spitzenplatz in der EU inne hält“, verweist Keck auf die Bundestierschutzkommission, das Tiertransportgesetz, das Verbot von Käfighaltung für Hennen und Hasen, die Initiativen „Tierschutz macht Schule“ oder den Tierschutzpreis. Zuletzt wurde auch der Strafrahmen für Tierquälerei erhöht.

Tierschutz soll stärker in den Alltag integriert werden

Keck fordert, dass der Tierschutz noch stärker in den Alltag integriert wird und Wissen zu Tierschutz schon Kindern vermittelt wird. KonsumentInnen wiederum müssen die Sicherheit haben, tierische Produkte mit gutem Gewissen kaufen und essen zu können.

Auf europäischer Ebene plädiert Keck für eine Verschärfung der Tiertransportgesetzgebung. In Zukunft soll es nur noch höchstens einen Grenzübertritt pro Transport gebe. Bei der Frage der Gesamtdauer des Transports soll die EU die scharfen österreichischen Regelungen übernehmen. „Wenn in allen EU-Staaten die österreichischen Regelungen gelten würden, gäbe es kein Tierleid bei Transporten“, ist sich Keck sicher.

An der Veranstaltung haben neben SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder auch Sabine Oberhauser, Bundesministerin für Gesundheit und Tierschutz, die Staatssekretärin Sonja Steßl sowie Karin Kadenbach, Abgeordnete im Europäischen Parlament, teilgenommen.

Bundesministerin Sabine Oberhauser machte in ihrem Beitrag klar: „Das Ziel all unserer Aktivitäten ist stets der Schutz des Wohlbefindens der Tiere – egal ob es sich um Heimtiere als treue Begleiter des Menschen, landwirtschaftliche Nutztiere als „Nahrungsmittellieferanten“ oder Wildtiere, Zuchttiere, Forschungstiere, etc. handelt.“ Auch sie unterstreicht Kecks Forderung, schon bei Kindern mit der Vermittlung zu beginnen: „Es ist unsere Verpflichtung, schon den Kleinen zu vermitteln, dass Tiere keine Gegenstände sind. Das Essen fällt nicht tot gestreichelt um. Für jedes Schnitzel stirbt ein Tier.“