Klimakonferenz: Brauchen verbindliches Abkommen

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die globale Antworten benötigt. „Niemand auf diesem Planeten kann den Folgen des Nichthandelns entkommen“, mahnte Bundeskanzler Werner Faymann bei der Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Paris stattfindet.

In der Klimakonferenz, die von 30. 11. bis 11. 12. 2015 in Paris stattfindet, sieht der Bundeskanzler die einzigartige Chance, ein auf internationaler Solidarität beruhendes Übereinkommen zu erzielen, bei dem sich alle Nationen, große und kleine Volkswirtschaften, Entwicklungsländer und Industriestaaten verpflichten, gegen den Klimawandel zu kämpfen. „Wir müssen diese Gelegenheit für ein ambitioniertes, faires und verbindliches internationales Abkommen nutzen“, fordert Faymann.

Österreich vorbildlich bei erneuerbarer Energie

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist zur Bekämpfung des Klimawandels unerlässlich. Ein internationales Abkommen sieht vor, dass bis Ende des Jahrhunderts komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet werden soll. Österreich hat bereits heute einen Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien bei der Elektrizitätserzeugung. Dieser Anteil soll bis 2030 weiter auf 100 Prozent erhöht werden. Das würde bedeuten, dass im Jahr 2030 in Österreich keine fossilen Brennstoffe mehr zur Produktion von Strom verwendet werden würden. „Unserer Ansicht nach sind erneuerbare Energien – in Kombination mit Energieeffizienz – ganz klar der beste Weg in die Zukunft“, stellt Faymann klar.

Atomenergie kein Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels

Ein wichtiger Punkt ist dem Bundeskanzler auch der Kampf gegen Atomenergie. So hat Österreich heuer etwa gegen die Subventionierung des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point geklagt. „Atomenergie ist kein Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels. Sie ist nicht nachhaltig, weder in ökologischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht“, gibt Faymann zu bedenken und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die enormen Kosten der bislang ungelösten Frage nach der Lagerung von Atommüll.

Ein Thema bei der Klimakonferenz ist auch die Klimafinanzierung. Hier kommt Österreich seinen Verpflichtungen nach. Die EU und ihre Mitgliedstaaten wollen das Ziel von 100 Mrd. US-Dollar bis 2020 erreichen, danach sollen Quellen für die Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern mobilisiert werden.