ELGA bringt Vorteile für PatientInnen und GesundheitsdiensteanbieterInnen!

Am 9. Dezember 2015 startet die elektronische Gesundheitsakte ELGA in der Steiermark und in Wien. Reinhard Todt, SPÖ-Fraktionsvorsitzender im Bundesrat, strich am 3. Dezember, in der Aktuellen Stunde des Bundesrats noch einmal die vielen Vorteile des neuen Systems hervor.

„Die elektronische Gesundheitsakte stellt eine elektronische Vernetzung der wichtigsten Gesundheitsdaten von PatientInnen her. Konkret wird den berechtigten GesundheitsdiensteanbieterInnen wie beispielsweise ÄrztInnen, der orts- und zeitunabhängige Zugang zu den ELGA-Gesundheitsdaten ermöglicht“, so Todt. Die Daten umfassen etwa Spitalsentlassungsbriefe, Laborbefunde, Radiologiebefunde oder auch Medikationsdaten. Da ELGA neu befüllt wird, scheinen ältere Daten nicht auf und werden auch nicht nachgetragen.

Zeitlich startet ELGA, wie eingangs erwähnt, am 9. Dezember in den Krankenanstalten in Wien und in der Steiermark und wird dann im Laufe des nächsten Jahres schrittweise ausgeweitet. Zur Umsetzung der e-Medikation startet im Frühjahr 2016 die Pilotregion Deutschlandsberg in der Steiermark. Die volle Funktionsfähigkeit des Systems ist Mitte 2017 gegeben.

ELGA bietet viele Vorteile: „Durch ELGA wird eine höhere Medikamentensicherheit gegeben sein. Mehrfachverschreibungen und Wechselwirkungen soll vorgebeugt werden.“ Todt nannte außerdem noch das Wegfallen von Weg- und Wartezeiten beim Abholen von Befunden und die höhere Datentransparenz als positive Neuerungen. Außerdem können Befunde durch das elektronische System nun nicht mehr verloren werden.

„Für GesundheitsdiensteanbieterInnen bringt das neue System ebenfalls Vorteile. Befunde werden durch die einheitliche Gestaltung besser und schneller lesbar und man ist nicht mehr vom Wissen der PatientInnen zu etwaigen Vorbefunden abhängig. Gerade bei langen Krankheitsgeschichten wird dies Vereinfachung bringen“, führt Todt aus.

Kritik an ELGA entgegnete Todt: „Ich erinnere mich an ein Projekt, das ähnlich diskutiert bzw. angefeindet wurde – das Projekt der E-Card.“ Heutzutage sei die E-Card schon wichtiger Bestandteil unseres Lebens und ein Symbol des möglichst barrierefreien und niedrigschwelligen Zugangs zu einem der besten Gesundheitssysteme der Welt. „ELGA wird, so wie heute die E-Card, in 10 Jahren nicht mehr wegdenkbar sein“, schließt Todt.