Co2, Klimakonferenz, Paris

Kein fauler Kompromiss zu Lasten des Weltklimas

„Ein bisserl brav sein ist zu wenig, um die Klimakonferenz zum Erfolg zu bringen. Nachdem sich Staats- und Regierungschefs zu Beginn der Woche deutlich für einen neuen Weltklimavertrag ausgesprochen haben, liegt es jetzt an den Verhandlern, den Sack zu zumachen“, fordert SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger, der derzeit an der Weltklimakonferenz in Paris teilnimmt.

„Dialog ja, aber es darf keine faulen Kompromisse geben, die das Weltklima weiter gefährden. Die Konferenz in Paris muss zum Startschuss für ein Jahrhundert des Klimaschutzes werden und dafür klare Regeln definieren“, so Weninger.

„Es gäbe kein schöneres Signal der Weltgemeinschaft, als sich genau ein Monat nach den Attentaten in Paris auf ein neues Weltklima-Abkommen zu verständigen und damit zu zeigen, dass die Politik imstande ist, globale Probleme gemeinsam zu lösen“, betont Weninger.

Mehr Infos auf der facebook Seite von Hannes Weninger.

Umfangreiche Studie zeigt: Co2 Emmissionen Hauptverursacher des Klimawandels

Skeptiker bestreiten vielfach, dass der Klimawandel durch menschliche Einflussfaktoren verursacht wird. Eine aufwendiges Modell des NASA's Goddard Institute for Space Studies (GISS) zeigt das Gegenteil.  Das Insitut hat unterschiedliche Einflussfaktoren auf den Klimawandel , wie die Veränderungen in der Erdumlaufbahn, Änderungen bei der Sonneneinstrahlung oder vulkanische Aktivitäten oder den CO2 Ausstoß seit dem Jahr 1880 untersucht. Der Anstieg der Temperatur ist zum Großteil auf den Einfluss des Menschen zurückzuführen.

Grafik Copyright: Bloomberg Business

Genauere Informationen zu dem Modell und den Berechnungen: http://www.bloomberg.com/graphics/2015-whats-warming-the-world/

 DIE WICHTIGSTEN BEGRIFFE ZUM KLIMAWANDEL

  • Globale Erwärmung

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Temperatur auf der Erde um gut 0,8 Grad Celsius angestiegen. Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts (von 2001 bis 2010) war nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie das heißeste seit 1881 – im Durchschnitt betrug die Temperatur 14,47 Grad an der Land- und Meeresoberfläche und damit 0,47 Grad mehr als im Durchschnitt zwischen 1961 und 1990.

  • Anstieg des Meeresspiegels

Der Anstieg des Meeresspiegels hat sich in den vergangenen 20 Jahren beschleunigt. Laut dem IPCC-Bericht von 2007 dürfte der Meeresspiegel bis zum Endes dieses Jahrhunderts um zwischen 18 und 59 Zentimeter ansteigen. Im neuen Bericht dürfte diese Zahl angehoben werden. Studien zufolge geht der Anstieg zu rund einem Drittel darauf zurück, dass sich das Wasser bei zunehmender Wärme ausdehnt, zu einem weiteren Drittel auf das Schmelzen von Gletschern und zu etwas weniger als einem Drittel auf das Abschmelzen der Eiskappen in Grönland und der Antarktis.

  • Eisschmelze

Die Arktis erlebte im vergangenen Jahr eine Rekord-Eisschmelze. Laut der US-Behörde für Ozeanologie und Atmosphärenforschung (NOAA) verkleinerte sich die Eisfläche in der Arktis 2012 auf 3,41 Millionen Quadratkilometer. Das ist die kleinste Fläche seit Beginn der Satelliten-Beobachtung der Region vor 34 Jahren und 18 Prozent weniger als der bisherige Niedrigrekord aus dem Jahr 2007. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Gewässer rund um den Nordpol bis 2050 im Sommer eisfrei sein könnten.

  • Gletscherschwund

Bei Gebirgsgletschern wird weltweit eine starke Eisschmelze beobachtet, etwa im Himalaya-Gebirge oder in den südamerikanischen Anden. Die Gletscher der Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien könnten bis 2050 ganz verschwunden sein.

  • Extreme Wetterphänomene

In einem Sonderbericht hatte der Weltklimarat IPCC im November 2011 festgehalten, dass es im Zuge der Erderwärmung zu einer Zunahme extremer Wetterphänomene wie heftiger Regenfälle, Hitzewellen und Dürreperioden gekommen ist und diese Entwicklung anhalten wird. 2012 wurden laut eine Untersuchung etwa die Hälfte aller Extremwetterphänomene durch den Klimawandel verstärkt.

  • Artensterben

Unter einem weiteren Temperaturanstieg wird auch die Tier- und Pflanzenwelt leiden. Ein Anstieg zwischen 1,5 und 2,4 Grad im Vergleich zu den 20 letzten Jahren des 20. Jahrhunderts würde dafür sorgen, dass 20 bis 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht würden.

  • Zwei-Grad-Ziel

Internationales Ziel ist es, den Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf zwei Grad zu beschränken. Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen wird der Anstieg aber zwischen drei und fünf Grad betragen, wenn es bei den bisherigen Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasen bleibt.