Oxfam; Armut; Reichtum; Ungleichheit

Armut bekämpfen, nicht die Armen

Eine aktuelle Studie der unabhängigen Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam zeigt: die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. 62 Superreiche verfügen über ebenso viel Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Welt. Das oberste Prozent der Weltbevölkerung verfügt über mehr Vermögen als der Rest der Welt zusammen.

Die SPÖ will ein Wirtschafts- und Finanzsystem, in dem der Mensch und das Wohl der Allgemeinheit im Vordergrund stehen. Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass Superreiche immer reicher werden und ihr Geld an der Allgemeinheit vorbei in Steuerschlupflöcher schleusen.

SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch sagt: „Sozialer Zusammenhalt ist keine Selbstverständlichkeit, wir müssen laufend daran arbeiten, die Kluft zwischen Arm und Reich zu schließen.“ Dazu zählen für Muchitsch neben einem gesicherten Sozial-, Pensions- und Gesundheitssystem auch, dass Vermögende einen fairen Beitrag leisten. Jährlich verschwinden Milliarden Euro in Steuerschlupflöchern und Gewinne werden aus Österreich in andere Länder transferiert.“

„Die ÖVP lässt derzeit keine Gelegenheit aus, um über Kürzungen bei den ärmsten ÖsterreicherInnen zu diskutieren. Jetzt aber ausgerechnet die Oxfam-Studie über die wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich zum Anlass zu nehmen, um Kürzungen bei der Mindestsicherung zu fordern, folgt dem zynischen Motto ,Nicht die Armut, sondern die Armen bekämpfen‘“, kritisiert SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch die jüngsten Aussagen von „ÖVP-Sozialsprecher“ August Wöginger.