LPT Steiermark: Sozialdemokratie tritt für eine faire Gesellschaft ein

Beim steirischen Landesparteitag betonte Bundeskanzler Werner Faymann die Bedeutung der Fairness für die SPÖ. Die Unterstützung für Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer wurde mit Standing Ovations zum Ausdruck gebracht.

Dem steirischen Landesparteivorsitzenden Michael Schickhofer – der am Nachmittag mit 94,8 Prozent Zustimmung bestätigt wurde – sei gelungen, aus der Landespartei das herauszuholen, das die größten Stärken der Sozialdemokratie sind: „Die Gemeinsamkeit, die Geschlossenheit, die Solidarität, die Freundschaft im Umgang miteinander und die Kraft, für das tätig zu sein, wofür wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten eintreten – für eine faire Gesellschaft.“

In der Krise habe die Sozialdemokratie am Arbeitsmarkt mit ganzer Kraft gegengesteuert, von der Ausbildungsgarantie bis zur Kurzarbeit. „Und das trägt einen Namen, nämlich Rudi Hundstorfer“, sagte Faymann. „Und es ist nicht die wichtigste Frage, wer bei Eröffnungen die Eröffnungsrede hält. Aber es ist eine wichtige Frage, ob der erste Mann im Staat ein Herz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat, ob er was über hat für die Menschen, oder ob er nur arrogante Ratschläge gibt. Wir brauchen einen Bundespräsidenten mit Herz und Hirn für unser Land“, sagte Faymann.

Arbeitsplätze, von denen man leben kann, müssen auch in Zukunft geschaffen werden. „Das ist eine ganz starke Herausforderung. Und auch hier haben wir mit Rudi Hundstorfer den richtigen Kandidaten für die Spitze des Staates aufgestellt, damit diese moralische Frage, ob man von seiner Arbeit leben kann, nicht in Vergessenheit gerät.“

Sozialen Zusammenhalt sichern, stärken, fördern

In seiner Grußrede machte der noch amtierende Sozialminister klar, wie wichtig Zusammenhalt und politische Kultur für die Demokratie sind. „Sozialer Zusammenhalt ist die Basis unseres Erfolges. Als Bundespräsident möchte ich den sozialen Zusammenhalt in Österreich sichern, stärken, fördern. Ich will die Österreicherinnen und Österreicher zusammenbringen und mich mit ganzer Kraft für ein Europa des Miteinanders einsetzen“, betonte Hundstorfer, der sich „für eine offene Hofburg, für einen Ort des Dialogs und Respekts und für eine politische Kultur, auf die Österreicherinnen und Österreicher stolz sein können“, einsetzt.

Er, Hundstorfer, sei sein Leben lang immer schon der Überzeugung gewesen, dass es in der Politik darum gehe, „Menschen zusammenzubringen, Brücken zu bauen und sich für die Menschen einzusetzen“. Auch in schwierigen Zeiten – etwa vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise – müsse durch Dialog nach gemeinsamen, tragfähigen Lösung gesucht werden. Dabei warnte Hundstorfer vor einer politischen Kultur der Verunglimpfungen und Untergriffen. „Untergriffe schaden den Grundpfeilern der Demokratie und unserer Kultur. Sie vergiften das Klima und beschädigen die Basis dieses Erfolges“, sagte Hundstorfer. Es mache daher einen Unterschied, wer Bundespräsident in Österreich wird.