2016 keine Erhöhung der Richtwertmieten

Der Ministerrat hat beschlossen, dass es 2016 zu keiner Indexanpassung bei Richtwertmieten kommen soll. Damit kommt es heuer zu keiner Mieterhöhung für 300.000 Haushalte

Laut Richtwertgesetz würde für rund 300.000  Haushalte am 1. April 2016 eine Erhöhung der Mieten um etwa 2,5 Prozent anstehen. Diese Anpassung wurde nun auf das Jahr 2017 verschoben. „Das ist für viele Menschen ein direkter Vorteil und bringt für 300.000 Haushalte in Österreich eine Ersparnis von durchschnittlich 150 Euro im Jahr“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann. Auch die Vorsitzende des Bautenausschusses im Parlament, SPÖ-Bautensprecherin Ruth Becher ist zufrieden über die Entscheidung: „Mit dem Beschluss wird eine wichtige mietpreisdämpfende Maßnahme gesetzt und ein Beitrag zur Erleichterung der finanziellen Situation der Mieterinnen und Mieter geschaffen.“

Obwohl die Teuerung zuletzt für das Gesamtjahr 2015 auf 0,9% gesunken ist, sind viele Ausgaben für das tägliche Leben, die besonders die Mittelschicht treffen, überproportional gestiegen. Stärkster Preistreiber waren dabei die Mieten. Diese sind im Vorjahr um 4,4 Prozent und damit knapp fünfmal so stark gestiegen wie das allgemeine Preisniveau. Die Bundesregierung steuert durch ein Bündel von Maßnahmen, zu dem auch die im Vorjahr beschlossene Wohnbauoffensive zählt, gegen. Die Verschiebung der Indexanpassung für Richtwertmieten um ein Jahr ist der erste Schritt im Zuge einer Mietrechtsreform.