Rothschild-Preis, Schieder, Renner-Institut

SPÖ-Klub und Renner-Institut vergeben Rothschild-Preis für Wirtschaftspublizistik

Der SPÖ-Parlamentsklub und das Renner-Institut schreiben in Gedenken an den großen Ökonomen Kurt Rothschild einen Preis für Wirtschaftspublizistik aus. Eingereicht werden können bereits publizierte Beiträge, die abseits des ökonomischen Mainstreams neue Antworten auf die großen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit bieten.

Gesucht sind publizistische Beiträge „jenseits der volkswirtschaftlichen Standardtheorie und des makroökonomischen Mainstreams“, wie SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder betont. Zielsetzung ist, die wissenschaftlich fundierte, wirtschaftspolitische Diskussion auch außerhalb des Fachpublikums in einer breiteren Öffentlichkeit zu fördern „und diese Expertise in die Arbeit des Parlamentsklubs einfließen zu lassen“, so der Fraktionsvorsitzende der SPÖ im Parlament. „Es gilt, neue Wege zu beschreiten und über den Tellerrand zu blicken, um sich volkswirtschaftlichen Herausforderungen wie etwa der Arbeitslosigkeit zu stellen.“

Zur Einreichung sind Beiträge der Wirtschaftspublizistik eingeladen, „für die Pluralismus in Methode und Theorie prägend sind“, wie Barbara Rosenberg vom Renner-Institut erläuterte. Die Arbeiten müssen explizit auf eigenen wissenschaftlichen Arbeiten beruhen und bereits in Print oder online publiziert worden sein. Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro, wobei die Aufteilung von einer wissenschaftlichen Jury unter Leitung von OeNB-Direktor Peter Mooslechner beschlossen wird. Ende der Einreichfrist ist der 29. April 2016, die Juryentscheidung erfolgt im Sommer, die Preisvergabe im September 2016.

Namensgeber des Preises ist der im November 2010 verstorbene österreichische Wirtschaftsprofessor Kurt Wilhelm Rothschild, der als „Doyen“ der Nationalökonomie und Vertreter einer „pluralen Ökonomie“ gilt, die sich als Bewegung von WirtschaftswissenschafterInnen gegen die theoretische Monokultur der neoklassischen Theorie versteht.

Vorsitzender der hochkarätig besetzten Jury ist OeNB-Direktor Peter Mooslechner: „Rothschild hätte sich über die Einrichtung des Preises sehr gefreut, da dieser Anliegen adressiert, die auch ihm wichtig waren – nämlich bessere ökonomische Modelle, ein breiteres ökonomisches Verständnis und eine bessere Diskussionskultur.“  Gerade die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 habe gezeigt, wie notwendig die Forderung nach „relevanterer“ ökonomischer Theorie und Analyse sei, so der Direktor der OeNB.

Alle Infos zum Preis sowie Einreichformulare: www.kurt-rothschild-preis.at